Gewiss gibt es keine andere Puppe, die berühmter ist als Barbie, die sich heute, nach Jahrzehnten eines gleichbleibenden Looks, sehr divers präsentiert. Wo Barbie ihren Ursprung hat, ist vielen jedoch unbekannt.
Die Frau hinter der Erfindung der Barbie-Puppe war Ruth Handler, Ehefrau von Elliot Handler, dem Gründer der Spielwarenherstellers Mattel. Ruth bemerkte, dass ihre junge Tochter Barbara immer mit Papierpuppen spielte, da es keine Puppen auf dem Markt gab, die eine erwachsene Person imitierten. Auf einer Reise nach Deutschland entdeckte Ruth die Bild-Lilli, eine eine erwachsende Frau darstellende Puppe, die auf einem Comic basierte. Sie stellte die Idee ihrem Mann vor und kreierte die Barbie-Puppe, benannt nach ihrer Tochter Barbara.
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Die erste Barbie-Puppe wurde 1959 in einer blonden und einer brünetten Version in New York vorgestellt. Sie trug einen Badeanzug mit Zebramuster, eine weiße Sonnenbrille und hatte einen Schrank voll modischer Outfits dabei. Barbie wurde ein sofortiger Erfolg und 350.000 Exemplare wurden im ersten Jahr verkauft. Die Erfinder der Bild-Lilli verklagten Mattel wegen Urheberrechtsverletzung und am Ende kaufte Mattel die Rechte an der Bild-Lilli für 21.600 USD, was heute etwa 200.000 USD entspricht.

1961 wurde eine weitere Puppe namens Ken vorgestellt als Freund von Barbie vorgestellt. Als Namenspate diente hier der Sohn der Handlers. In den folgenden 60 Jahren wurde Barbie zu einem kulturellen Phänomen, das in den unterschiedlichsten Outfits auftrat und den verschiedensten Berufen nachging, beispielsweise als Astronautin oder auch Präsidentin. Auch gab es VIP-Versionen, wobei das britische Modell Twiggy 1967 als erste Vorlage diente, sowie historische Persönlichkeiten wie Amelia Earhart und Frida Kahlo.
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1986 fertigte Andy Warhol sogar einen seiner berühmten Siebdruckporträts von Barbie an, ein Geschenk für seine Muse, Modedesigner BillyBoy*, der ein leidenschaftlicher Sammler von Barbie-Puppen war und mehr als 11.000 von ihnen besaß. Eigentlich hatte Warhol geplant, BillyBoy* zu porträtieren, doch dieser entgegnete „Wenn du ein Porträt von mir machen möchtest, dann mach eins von Barbie, denn Barbie, c’est moi“. 2014 erzielte Barbie, Portrait of BillyBoy* bei Christie’s 1,1 Millionen USD.
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Die teuerste Barbie-Puppe, die jemals versteigert wurde, war ein Exemplar von 1965 in einem roten Kleid mit passendem Cape, das 2006 bei Christie’s für 17.000 USD den Besitzer wechselte. Für Barbie-Fans mit knapperen Budget sind Vintage-Barbies aber auch schon für unter 100 Euro zu haben.
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Bis heute wurden mehr als 1 Milliarde Barbie-Puppen verkauft und immer neue Modelle vorgestellt. Gefördert wurde und wird der Hype mit Hör- und Videospielen und Filmen. Nachdem Barbies Welt bislang nur in animierter Form über die Bildschirme flimmerte, dürfen wir uns demnächst auf die erste Realverfilmung aus Hollywood freuen, mit Margot Robbie als Barbie und Ryan Gosling als Ken.







