Der vielseitige William De Morgan (1839 - 1917) war einer der bedeutendsten Keramikkünstler des Arts and Crafts Movements, welches im späten 19. Jahrhundert als Antwort auf die Industrialisierung geboren worden war. Als ausgezeichneter Töpfer kamen bei De Morgans Arbeiten Emaille und innovative Techniken zum Einsatz sowie komplexe Muster mit Fischen, Vögeln und exotische Tiere als wiederkehrende Themen.

Am 25. Mai erzielte eine Vase von De Morgan einen neuen Künstlerrekord, als sie bei Christie’s Auktion „British Art: Innovation and Craftsmanship“ für 65.000 GBP (ca. 76.400 Euro) versteigert wurde. Der Schätzpreis für das Stück aus der Sammlung des Bankers und Sammlers Sir Nicholas Goodison (1934-2021) war mit einem Schätzpreis in Höhe von 15.000-25.000 GBP zum Aufruf gekommen.
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Die 38,8 cm hohe Vase von ca. 1890 wurde von William De Morgans leitendem Maler Fred Passenger (dessen Initialen auf der Unterseite zu sehen sind) mit drei stilisierten Pfauen und Nelken im persischen Stil auf blauem Untergrund verziert. Die Vase befand sich zunächst im Besitz von Louis Montagu, 2nd Baron Swaythling (1869-1927) und gelangte 1967 in die Hände des Händlers Richard Dennis. Laut des Papieretiketts, welches auf die Unterseite der Vase geklebt wurde, lag der damalige Verkaufspreis bei 45 GBP, was heute aufgrund der Inflation etwa 750 GBP entspricht. Nicholas Goodison hatte die Vase dann 2005 bei Sylvia Powell, Händlerin für Keramik, Glas und Kunst, erworben.
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