Am 27. März lässt das Stuttgarter Auktionshaus Eppli seinen "Best of"-Monat ausklingen und versteigert Kunst, Antiquitäten und Münzen in zwei Sitzungen in seiner Auktionshalle in Leinfelden-Echterdingen.
Los geht es um 10 Uhr mit einem 356 Lose starken Katalog, der mit Gemälden, Möbeln, vielfältigem Kunsthandwerk, Asiatika und Schmuck bestückt ist.

Mit dem höchsten Schätzpreis kommt hier ein Los mit drei oktogonalen Landschaftsgemälden des flämischen Barockmalers Marten Ryckaert. Zwei der mit Personen und Tieren belebten Felslandschaften sind auf das Jahr 1624 datiert, eine auf das Jahr 1626. Durch eine Signatur und zwei Monogramme ist die Urheberschafts Ryckaerts gesichert.

Noch ganz in den Formen des Spätbarock wurde um 1760-80 in Österreich dieser Aufsatzsekretär geschaffen. Das auf einen Aufbau aus Weichholz montierte Nussholzfurnier und Platten aus Wurzelholz zieren geschwungene Bandintarsien im Rocaillen-Stil.

Ebenfalls in Österreich, genauer gesagt in Wien, wurde im 20. Jahrhundert dieses Leuchterpaar geschaffen. Während die Schäfte aus vollplastischen Figuren bestehen, ziert Weinlaubdekor die Leuchterarme.

Nach einem Modell von Johann Joachim Kaendler von 1740-45 wurde im 20. Jahrhundert in der Manufaktur Meissen diese "Wackelpagode", ein mit gekreuzten Beinen sitzender Chinese mit wackelndem Kopf und Händen, ausgeführt. Bei der polychrom gefassten Figur wackelt aber auch die unbefestigte Zunge im Kopf.

Auf einen nicht ganz so alten Entwurf geht diese Sitzgruppe aus den 1980er Jahren zurück. Die Serie Tulip entwickelte Eero Saarinen in den 1950er Jahren für Knoll International, die auch die vorliegenden Möbelstücke hergestellt hat.

2016 erschien im Taschenverlag das dem Werk David Hockneys gewidmete A Bigger Book, dessen Titel Bezug auf Hockneys Gemälde A Bigger Splash von 1967 nimmt. Der passende Ständer stammt vom australischen Designer Marc Newson.

Auf 250 Exemplare limitiert brachte Swarovski 2018 die Figurengruppe The Sensational Six ("Die sensationellen Sechs") mit den Disney-Figuren Micky und Minnie Maus, Donald und Daisy Duck sowie Goofy und Pluto heraus. Die mit über 45.000 Swarovski-Kristallen besetzten Figuren sind auf einem schwarzen Granitsockel montiert.
Am Nachmittag des 27. März kommen ab 14:30 Uhr die 285 Lose der Münzauktion zum Aufruf. Die Versteigerung umfasst neben Münzen auch Briefmarken, Banknoten, Wertpapiere und Historika.

Unter den Historika muss vor allem diese um 1700 geprägte Stadtmünze von Stuttgart hervorgehoben werden. Während die Vorderseite eine Ansicht Stuttgarts unter dem schützenden Schildarm Gottes zeigt, sind auf der Rückseite eine Stute mit ihrem Fohlen zu sehen. Damit wird auf die Gründung Stuttgarts als Gestüt (Stuotgarten, "Stutengarten") im 10. Jahrhundert angespielt.

Das Stück mit dem höchsten Schätzpreis der Offerte ist unter den numismatischen Einzellosen zu finden: Eine chinesische 1000 Yuan-Münze aus 12 Gramm Feingold von 1987, auf der eine Pandabärin samt Nachwuchs abgebildet ist.

Eine wahre Fundgrube für Numismatiker sind die Konvolute der Auktion, wie diese augenscheinlich komplette DDR-Sammlung mit 128 Münzen.

In einem Schuber mit 10 Tableaus ist eine herausragende Sammlung altdeutscher Münzen untergebracht. Die fast 900 Münzen wurden vor 1799 geprägt.

Hochinteressant ist auch dieses Los mit 3 historischen Silberbarren ("Sycee") aus dem Kaiserreich China. Diese waren bei größeren Transaktionen in China bereits vor 2000 Jahren in Gebrauch, auch als im 9. Jahrhundert Banknoten eingeführt wurden, in die die Bevölkerung jedoch kein allzu hohes Vertrauen hatte. Sycees wurden in unterschiedliche Formen gegossen. Bei Eppli liegen zwei in Seidenschuh- und eine in Kesselpaukenform vor.
Die beiden Auktionen am 27. März finden ohne Publikum statt. Nutzen Sie daher die Möglichkeit schriftlich, telefonisch oder online mitzubieten.
Entdecken Sie alle aktuellen Lose von Eppli gleich hier bei Barnebys!

