Am 20. September gaben die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot und ihr Kollege Bruno Le Maire aus dem Finanz- und Wirtschaftsministerium bekannt, dass Pablo Picassos Tochter Maya Ruiz-Picasso dem französischen Staat neun Werke aus der Sammlung ihres Vaters übergeben wird.
Grund dafür sind der Wunsch Ruiz-Picassos, das Erbe ihres Vaters in kompetenten Händen für die Nachwelt zu erhalten und die Begleichung einer anstehenden Erbschaftssteuer.
1968 hatte der damalige französische Kulturminister André Malraux den Anstoß für ein Gesetz gegeben, nach dem Künstler und ihre Erben Steuern in Form von Kunstwerken begleichen können, die als Nationalgut eingestuft werden.
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Die neun Kunstwerke umfassen sechs Gemälde, eine Skulptur und ein Skizzenbuch Picassos sowie eine polynesische Tiki-Skulptur aus seiner persönlichen Sammlung. Die Gemälde stammen aus den unterschiedlichsten Lebensphasen des Künstlers: Ein Porträt seines Vaters Don José Ruiz, welches 1895 noch in Spanien entstand, ein Bildnis der Mutter seiner Lebensabschnittspartnerin Marie-Thérère Walter (1939), Enfant à la sucette assis sous une chaise (1938), das Maya Ruiz-Picasso darstellt sowie Étude pour une joueuse de mandoline (1932), El bobo (1959) und Tête d’homme von 1971. Die Skulptur La Vénus du gaz stammt aus dem Jahr 1945, das Skizzenbuch aus dem Jahr 1962.
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Die gespendeten Werke werden an das Musée Picasso in Paris übergeben, das sie in Frühjahr 2022 in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren möchte.
Das Musée Picasso in dem Pariser Stadtpalais Hôtel Salé wurde 1985 eröffnet. Es umfasst nicht nur zahlreiche Werke Pablo Picassos, sondern auch solche aus dessen persönlicher Sammlung von Künstlern wie Georges Braque, Joan Miró, Amedeo Modigliani und Paul Cézanne. Die Neugestaltung der Innenausstattung des Hôtel Salé erfolgte durch Diego Giacometti.
Die Schenkung durch Maya Ruiz-Picasso ist nicht die erste dieser Art, die dem Musée Picasso zugute kommt. Die ersten in die Sammlung aufgenommenen Kunstwerke stammen aus der umfangreiche Spende von 1979, sechs Jahre nach dem Tod des Künstlers. 1990 folgte eine weitere mit Stücken aus dem Erbe von Picassos zweiter Ehefrau Jacqueline Roque.
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