Kunstfälschungen sind in der Unterwelt des Kunsthandels weit verbreitet, sollen sie doch Sammler anlocken, die Meisterwerke zu einem vergleichsweise günstigen Preis erstehen möchten. Im März 2021 nahm die Policía de la Generalidad in spanischen Valencia einen Sammler genauer unter die Lupe, der drei gefälschte Werke auf dem Schwarzmarkt für 12,5 Millionen Euro verkaufen wollte.
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Der in Toledo ansässige Sammler war per E-Mail in Kontakt mit verschiedenen Kunsthändlern und forderte eine Kommission von 10%.

Das teuerste der Gemälde war ein Modigliani, das der Sammler für 8,5 Millionen Euro nach Deutschland, Spanien oder Mexiko verkaufen wollte. Das Institut Valencià de Conservació konnte mittlerweile jedoch darlegen, dass es sich bei dem Gemälde um eine Fälschung handelt. Amedeo Modigliani ist einer der zehn am häufigsten gefälschten Künstler auf dem Schwarzmarkt.

Die beiden anderen Gemälde, eine Darstellung des das Kreuz tragenden Christus von El Greco (2,5 Millionen Euro) und das Bildnis eines Geistlichen von Francisco de Goya (1,5 Millionen Euro), wurden vom Museo Sefardí in Toledo bzw. vom Museo Nacional del Prado als Fälschungen entlarvt.
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Alle drei Gemälde waren mit falschen Dokumenten ausgestattet worden, die ihre Authentizität bestätigten. Auf der Rückseite des Modigliani befindet sich zudem eine gefälschte Signatur.

Antonio López, Leiter der Abteilung für Kulturerbe der Policía de la Generalidad, dazu in einem Statement: "Der Wiederverkauf von Fälschungen ist ein bestehendes Problem des Kunstmarktes, das der Polizei, aber auch Sammlern, Händlern und den Erben der Künstler Sorgen bereitet, die mitansehen müssen, wie dieser illegale Kreislauf immer weiter wächst."
Im Jahr 2014 warnte das Fine ArtExpert Institute (FAEI), dass 50% der Kunst auf dem Markt entweder gefälscht ist oder falsch zugeschrieben wurde, obwohl diese Zahl als übertrieben bezeichnet wird. Unabhängig davon konnten bereits viele erfahrene Fälscher versierte Händler und Sammler mit ihren Reproduktionen betrügen. Mit ausgefeilteren Technologien werden Kunstfälschungen in Zukunft hoffentlich leichter zu erkennen sein.
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