Vom 4. bis 6. März öffnet das Wormser Auktionshaus seine Tore und lädt zu einer abwechslungsreichen Reihe von Auktionen ein. Sammler von Kunst, Militaria, Münzen und nostalgischem Spielzeug werden gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.
Jeder der vier Auktionen kann eine breitgefächerte Offerte aufweisen, so auch die Militaria-Auktion, die am 6. März um 15 Uhr beginnt und Objekte aus unterschiedlichen Epochen im Angebot hat.

Neben Waffen, Orden und Uniformen kommen auch historische Dokumente zum Aufruf, darunter diese sehr seltene Verleihungsurkunde aus dem Jahr 1894. Verliehen wurde dem russischen General-Adjutanten und Kriegsminister Peter Semjonowitsch Wannowski (1822-1904) der Hessische Ludwigsorden – und zwar vom damaligen Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein persönlich, der sich anlässlich der Hochzeit seiner Schwester Alix mit dem Zaren Nikolaus II. in Sankt Petersburg aufhielt. Wie dem von Ernst Ludwig handschriftlich signierten Dokument zu entnehmen ist, erfolgte die Ordensverleihung am Tag der Eheschließung, dem 26. November 1894.

Ein weiteres Highlight der Offerte führt uns noch weiter gen Osten, genauer gesagt in das deutsche Pachtgebiet Kiautschou in China. Dort wurde im Oktober 1909 die Deutsch-Chinesische Hochschule in der Hafenstadt Tsingtau (heute Qingdao) gegründet, die junge Chinesen zwecks einer künftigen besseren Zusammenarbeit ausbildete (Studienfächer waren Medizin, Jura, Ingenieurwesen sowie Agrar- und Forstwirtschaft). Nach Angaben seines Einlieferers erinnert an dieses Ereignis ein mit Drachenmotiven graviertes chinesisches Silbertablett, das mit dem Datum „28-10-09“ versehen wurde.
Silbernes kommt auch in der Numismatik-Auktion zum Aufruf, die am 4. März um 11 Uhr stattfindet.

Zum einen sind da natürlich einige der angebotenen Münzen zu nennen, wie dieser Ausbeutetaler von 1790 aus der Münzstätte Stuttgart, der den siebten regierenden Fürsten von Fürstenberg, Josef Maria Benedikt (1783-1796), sowie eine detaillierte Darstellung der Silbergrube Friedrich Christian bei Schapbach im Schwarzwald zeigt. Von dieser Münze wurden nur 806 Exemplare geprägt. Zum anderen sind es Objekte wie dieser russische Wein- oder Bierkrug von 1911, der innen vergoldet und außen mit einem floralem Dekor graviert wurde.

Auch Schmuck ist Teil der Offerte. In 40 Losen kommt eine Sammlung mit Goldschmuck zum Aufruf, der meist eine sehr hohe Legierung aufweist.

Hervorzuheben ist hier eine opulente arabische Hochzeitskette aus 21 Karat Geldgold, die ein Gewicht von 30,56 g auf die Waage bringt.
Mit „glasklar und kunterbunt“ lässt sich die Offerte der Kunst-Auktion, die am 4. März um 10 Uhr beginnt, am besten beschreiben.

„Glasklar“ sind die 75 Lose mit Figuren der Firma Swarovski. Sammler dürfen sich hier auf die unterschiedlichsten Figuren freuen, von exotischen Vögeln, über Clowns und Tiere aller Art bis zu Blüten und Schmetterlingen.

Zu den Highlights der kristallenen Offerte gehören eine blaue Weltkugel mit Friedenstaube, die nach einem Entwurf des bedeutenden Swarovski-Designers Anton Hirzinger gefertigt wurde, sowie eine märchenhafte und teilvergoldete Kutsche, die einen passenden Spiegel mit dabei hat.

„Kunterbuntes“ ist in der Porzellan-Offerte anzutreffen und stammt aus der Manufaktur Rosenthal. Hier sind Kunstobjekte und Gebrauchsgeschirr von Friedensreich Hundertwasser und Otmar Alt genauso anzutreffen, wie eine Reihe von Teekannen aus der Serie Gropius, die von Künstlern wie Rainer Fetting oder Sandro Chia gestaltet wurden.

Mit mehreren Schalen und Kunstobjekten, die er für Rosenthal entwarf, ist der für seine bunten Kompositionen bekannte amerikanische Pop-Art-Künstler James Rizzi vertreten.
Am umfangreichsten ist die Spielzeug-Auktion, die daher an drei Tagen (4.-6. März) stattfindet. Neben Blech-, Militärspielzeug und Modellautos sind es vor allem Eisenbahnen und ihr Zubehör, die hier zum Aufruf kommen.

Für Spur 1 stellte Märklin über einen kurzen Zeitraum (1926/27) diese Schlepptenderlok mit Achsfolge 2’B her.

Zum 50-jährigen Jubiläum der neuen Rheingoldbahn brachte Märklin 2012 diese Lok der Deutschen Bundesbahn auf den Markt, die die Digital-Spur 1 („Die neue 1“) befahren kann.

Als Zubehör für die Spur 0 ist dieser Bahnhof mit Telegraphenamt und Wartesaal gedacht, den Märklin von 1927 bis 1929 herstellte.
Die Versteigerungen finden im Wormser Auktionshaus, Weinbrennerstraße 20, in Worms-Pfeddersheim statt. Sowohl für die persönliche Teilnahme an den Auktionen, als auch für die Vorbesichtigung der Objekte ist eine telefonische Anmeldung nötig.
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