Am Samstag, den 17. April lädt das Münchener Auktionshaus Rütten zur Teilnahme an seiner 173. Auktion ein. Kunstfreunde und -sammler dürfen sich auf ein 264 Lose umfassendes Angebot mit Kunst und Kunsthandwerk, Antiquitäten, Uhren und Schmuck freuen.
Ein ganz besonderer Schatz ist Teil der Gemäldeofferte, die insgesamt 24 Lose umfasst. Dabei handelt es sich um eine in Öl auf Eichenholz ausgeführte Genredarstellung des niederländischen Barockmalers Klaes Nicolaes Molenaer, dessen Signatur in der unteren rechten Bildecke deutlich zu erkennen ist.

Als Bildträger diente Molenaer eine aus zwei Eichenbrettern zusammengefügte Platte. Nun waren diese Eichenbretter einem ehemaligen Besitzers des Gemäldes offenbar mehr wert, als die darauf ausgeführte Malerei. Und so zweckentfremdete er sie und verwendete sie einzeln als Regalbretter in einer Scheune. Der jetzige Einlieferer entdeckte den Schatz und ließ ihn 2001 von den Experten von „Kunst & Krempel“ begutachten, die den Wert des Gemäldes auf 70.000 DM festlegten. Mit einem weitaus niedrigeren Limitpreis wird das restaurierte Gemälde nun bei Rütten angeboten.

Ein weiteres Werk, das in der Gemäldeofferte hervorgehoben werden muss, ist diese dramatische Szene, die vom russischen Künstler Athanas Scheloumoff in Öl auf einer Leinwand ausgeführt wurde. Scheloumoff verlies 1920 Russland und war ab 1945 in Starnberg ansässig. Mit seinen Gemälden reiste er jedoch regelmäßig in seine Heimat zurück.

Auch unter den Erzeugnissen aus Porzellan, die erneut gut vertreten sind, gut es Interessantes zu entdecken, nämlich die seltene und außergewöhnliche Meissner Figurengruppe Friedrich II., König von Preußen mit General von Zieten, die 1778 von Michel Acier und Johann Carl Schönheit entworfen wurde und hier in einer Ausführung 1. Wahl von 1934-45 vorliegt. Hans Joachim von Zieten war ein bedeutender Feldherr, der für Preußen in den Schlesischen Kriegen erfolgreich kämpfte.

Einen nicht alltäglichen Einrichtungsgegenstand haben wir mit dieser marmornen Schreibtisch-Garnitur vor uns, die eine Wiener Bronze in Gestalt eines Rothirschs ziert. Wie die Inschrift auf einem kleinen Messingschild verrät, handelt es sich um einen Entwurf des Bildhauers Richard Thuss, der von den 1902 gegründeten Argentor-Werken in Wien, einem kunstgewerblichen Metallwarenherrsteller, ausgeführt wurde.

„Animalisches“ hat auch die Silberofferte zu bieten, nämlich dieses naturalistisch gestaltete Elefantenpaar aus 925er Sterlingsilber, das mit Maßen von jeweils 18,5 x 23 x 13 cm eine beachtliche Größe aufweist.

Lediglich 6 x 6 x 4,5 cm misst dieser silberne Schreibtisch, den man daher ohne Zweifel als Miniaturausgabe eines Schreibmöbels bezeichnen darf. Der Ziergegenstand, dessen Klappe sich öffnen lässt, ist reich mit Schäferszenen im Stil des Rokoko verziert.

Viel edles Metall hält natürlich auch die umfangreiche Schmuckofferte parat, u. a. in Gestalt dieses Jugendstil-Ringes aus Weißgold, den mittig ein Altschliff-Diamant von ca. 1,7 ct ziert. Begleitet wird der Stein von weiteren Diamanten von zusammen ca. 0,30 ct.

Ein außergewöhnlich schöner Aquamarin ziert dieses Collier mit Strickkette aus Platin. Den ca. 23 x 17 x 13 mm messenden facettierten Aquamarin begleiten 24 kleine Brillanten von zusammen ca. 0,36 ct.

Auch auf Uhren machen Brillanten eine gute Figur, wofür diese Damenarmbanduhr vom Modell Pasha von Cartier ein schönes Beispiel ist. Bei der um 1990 hergestellten Uhr zieren Brillanten die gelbgoldene Lünette sowie Krone und Drücker. Ein weiterer Eyecatcher ist hier das korallenrote Lederarmband.

Auch diese gelbgoldene Savonette aus der deutschen Präzisions-Uhrenfabrik Glashütte soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Die Uhr befindet sich in bestem Zustand und wird von einem Zertifikat sowie ihrer Original-Schatulle begleitet.

Ein weiterer Schatz der Uhrenofferte ist dieses Portemonnaie von Tiffany & Co. Als Abschluss dieses Sammlerstückes aus schwarzbraunem Leder dienen florale Reliefs aus Silber. In eines davon ist eine Spindeltaschenuhr eingebaut, die sogar ihren originalen Schlüssel mit dabei hat.

Gleichermaßen sicheren wie auch eleganten Stauraum für Papiere und Dokumente bietet der Aktenkoffer Attaché von Louis Vuitton. Der Koffer aus der Monogramm-Canvas-Serie verfügt über ein Interieur aus braunem Leder, einen Adressanhänger und ein Zahlenschloss.
Die Auktion findet am 17. April um 13 Uhr im Auktionshaus Rütten, Nymphenburger Straße 133, in München statt. Da sie vermutlich erneut ohne Saalpublikum auskommen muss, sind schriftliche, telefonische oder Online-Gebote mehr als willkommen. Für einen Besuch der Auktionsausstellung ist eine telefonische Terminvereinbarung nötig.
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