In diesem Jahr feiert Dogny Auction in Lausanne, das älteste Auktionshaus der Westschweiz, sein 50-jähriges Jubiläum und begeht diesen Anlass am 19. Juni um 15 Uhr mit einer fulminanten Sommerauktion, die Schmuck und Uhren sowie bildende, dekorative und zeitgenössische Kunst in 172 Losen vereint.
Entdecken Sie mit uns im Folgenden 6 Highlights aus dieser spannenden Offerte!

Ein Teil der Offerte fügt sich aus Stücken aus der Sammlung des Verlegers Henry-Louis Mermod (1891-1962) zusammen, der nicht nur ein kompetenter Sammler war, sondern auch so manchen Künstler persönlich in seiner Villa in Lausanne begrüßte. Nur zwei Exemplare der bronzenen Stehleuchte Figure, die Mermod 1933 bei Alberto Giacometti in Auftrag gab, sind bekannt und eines davon kommt jetzt bei Dogny zum Aufruf. Nicht minder selten ist eine weitere Schöpfung Giacomettis mit selbiger Provenienz, die Wandleuchte Main tenant une coupe, die hervorragend veranschaulicht, dass für Giacometti – nach eigener Aussage – der Entwurf einer Vase genauso bedeutsam war wie der einer Skulptur.
Ein weiteres Highlight aus der Sammlung Mermod ist Hans Hartungs HH6188 von 1950, eine auf Papier ausgeführte Komposition aus Öl, Pastell, Kohle und Graphit. Die 1950er Jahre waren eine entscheidende Phase im Schaffen Hartungs, eines der Wegbereiter des Informel, dessen rein gestischer Stil zunehmend von intuitiver Rhythmik und dem Wunsch, sein gesamtes Empfinden auszudrücken, bestimmt wird.
Aus einer zweiten Sammlung, die Dogny mit Collection d’un amateur averti („Sammlung eines erfahrenen Amateurs“) betitelt hat, kommt superbe zeitgenössische Kunst zum Aufruf. Neben Werken junger, internationaler Künstler ist hier Ingo aus Acryl und Harz auf Kunststoffleinwand von Bernard Frize zu nennen, welches ein schönes Beispiel für die Experimentierfreude des französischen Künstlers und sein Spiel mit Formen und Farben darstellt. Frize wird unter anderem von der Galerie Perrotin vertreten, in deren New Yorker Niederlassung das vorliegende Werk vom Einlieferer erworben wurde.
In New York, genauer gesagt in Brooklyn, lebt und arbeitet auch der in Dortmund geborene Künstler Markus Linnenbrink, der sich für seine Arbeiten von der amerikanischen Farbfeldmalerei im Stil von Gene Davis und Morris Louis inspirieren lässt. Das vorliegende Werk Rendez-vous with destiny ist geradezu ein Paradebeispiel für Linnenbrinks Schaffen, indem kontrastierende Farbkombinationen eine vibrierende Oberflächendynamik erschaffen.

Jeff Koons Ballonskulpturen sind absolute Ikonen unserer Zeit, weshalb es nicht verwundert, dass eine von ihnen, Rabbit, Koons im Jahr 2019 zum teuersten lebenden Künstler auf dem Auktionsmarkt machte. Bei Dogny kommt Koons Dom Perignon Venus Magenta von 2013 zum Aufruf, die aus einer Auflage von 650 Stück plus 40 Künstlerexemplaren stammt. Für die Skulptur griff Koons auf seine frühere Arbeit Balloon Venus zurück, die wiederum von der altsteinzeitlichen Venus von Willendorf ist.
Bereits ab 9 Uhr darf am 19. Juni auf vielfältige Kunst aus Asien mitgeboten werden – eine schöne Offerte, die von einer bronzenen Shiva-Skulptur angeführt wird.

Shiva ist neben Brahma und Vishnu einer der drei Hauptgötter der Hinduismus und steht in erster Linie für Zerstörung, was zu Schöpfung und Neubeginn führt. Die Bronze zeigt Shiva in seeiner Erscheinungsform des Nâtarâja, der tanzt, um die Welt neu zu erschaffen. Die Skulptur aus dem 15. oder 16. Jahrhundert befand sich ursprünglich im Besitz einer Brahmanenfamilie aus Maharashtra und weist im Sockel Löcher auf. Durch diese wurden Tragestangen geschoben, um die Skulptur bei Prozessionen und Pilgerfahrten präsentieren zu können.
Die Sommerauktion und die Auktion mit asiatischer Kunst von Dogny Auction finden am 19. Juni im Auktionshaus, chemin de Montelly 2, in Lausanne statt. Neben der Teilnahme im Auktionssaal sind schriftliche, telefonische und Onlinegebote willkommen. Die Ausstellung ist vom 12.-17. Juni geöffnet.
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