Bukowskis wurde der prestigeträchtige Auftrag erteilt, ein abstraktes Werk einer der legendärsten und meistdiskutierten Künstlerinnen der letzten Jahre zu versteigern. Das Gemälde Ser III Nr. 5 wird im Rahmen von Bukowkskis' Live-Auktion "Moderne Kunst & Design" (18.-19. November) mit einem Schätzpreis in Höhe von 6-8 Millionen SEK (ca. 539.000-719.000 Euro) angeboten.
Nur wenige Künstler haben im letzten Jahrzehnt so viel Aufmerksamkeit erregt wie Hilma af Klint. Als ihre Kunst 2018/19 in einem der weltweit führenden Museen, dem Guggenheim in New York, ausgestellt wurde, brach der Besucheransturm alle bisherigen Rekorde.
Die Ausstellung "Hilma af Klint: Paintings for the Future" hatte eine enorme Wirkung zu einer Zeit, als die Kunstgeschichte neu geschrieben wurde, um zuvor ausgeschlossene Künstlerinnen mit einzubeziehen.
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Generell werden Gemälde von Hilma af Klint selten auf Auktionen angeboten. Wenn doch, handelt es sich dabei fast ausschließlich um ihre frühen Werke, die zu jener Zeit entstanden, in der sie in einem eher klassischen Stil Landschafts-, Blumen- und Porträtmotive malte. Es ist äußerst selten, dass ein abstraktes Werk der schwedischen Kunstpionierin auf den freien Markt gelangt.
Ab einem gewissen Punkt entwickelte sich ihre Kunst zu einer Schnittstelle von Spiritualität, Wissenschaft, Philosophie und künstlerischer Form, wo geometrische Formen, Symbole und Farbfelder dazu dienten, Ideen jenseits der Vorstellungskraft zu vermitteln.
Viele Museen würden gerne ein abstraktes Werk von Hilma af Klint in ihre Sammlungen aufnehmen, nachdem die Kunstgeschichte vor einigen Jahren neu bewertet und ihre Malerei mit der von Wassily Kandinsky verglichen wurde. Kandinsky galt lange als einer der ersten abstrakten Künstler der Welt. Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch, dass sich die beiden Künstler eher gegenseitig inspirierten, Hilma af Klint aber mit ihrem expressiven Ausdruck in der abstrakten Malerei als Pionierin gelten kann.
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Das nun zum Verkauf stehende Gemälde wurde bereits in den 1990er Jahren unter anderem in Ausstellungen in Los Angeles, Chicago, Den Haag, Stockholm und Göteborg gezeigt.

Die meisten abstrakten und nicht-figurativen Werke von Hilma af Klint werden von der Hilma af Klints Verk Foundation verwaltet. Ser III Nr. 5, das in der Auktion angeboten wird, blieb im Besitz seiner Schöpferin, bis diese 1944 starb. Anschließend ging es in den Besitz von Hilma af Klints Neffen über, der es wiederum 1972 der Stiftung schenkte. Als sich die Stiftung in den 1990er Jahren von einigen Werken trennte, wurde Ser III Nr. 5, an einen privaten Sammler verkauft. In Erbfolge erhielten es die jetzigen Besitzer, die es nun zur Versteigerung Bukowskis anvertrauen.
In den letzten Jahren gab es eine medial aufgegriffene Debatte darüber, ob die Stiftung Kunstwerke verkaufen darf, darunter auch wichtige Werke, die in den letzten Jahrzehnten in mehreren der weltweit führenden Museen ausgestellt wurden. Das vorliegende Gemälde wurde allerdings lange vor dieser Debatte verkauft.
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Ich persönlich würde mich freuen, wenn der Staat oder ein privater Investor ein Museum für Hilma af Klints Kunst finanzieren würde – einen Ort, an dem sie ihre Werke selbst gerne ausgestellt sehen würde. Oder dass die Sammlung Teil des Moderna Museet in Stockholm wird, was Stockholm zu einem der aufregendsten Kunstzentren der Welt machen würde.
Bislang wurden nur zwei abstrakte Werke von Hilma af Klint versteigert, was jedoch jeweils über dreißig Jahre zurückliegt und damit lange nach ihrem Tod und vor ihrem großen Durchbruch geschah. Nun aber wird ein drittes abstraktes Werk der legendären Künstlerin in den Auktionssaal kommen. Die Erwartungen sind hoch, und Sammler und Museen auf der ganzen Welt dürften Mitte November in die Startlöcher stehen, wenn bei Bukowskis am Stockholmer Berzelii Park zum Bieten aufgefordert wird.
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