Am Ende des Monats Mai standen im Auktionshaus Eppli noch zwei Auktionen an, die Kunst und numismatischen Schätzen gewidmet waren.
Zunächst wurde am 29. Mai in der Eppli-Auktionshalle in Leinfelden-Echterdingen eine abwechslungsreiche Offerte mit Gemälden, Kunsthandwerk, Uhren, Schmuck und Spielzeug versteigert.

Für 1.700 Euro wechselte hier eine Tischuhr mit Astrolabium des französischen Traditionsunternehmens Hour Lavigne den Besitzer (Startpreis 1.300 Euro). Zwischen zwei tragenden Säulen kann sich der neue Besitzer nun nicht nur über die aktuelle Uhrzeit, den Wochentag und den Monat informieren, sondern auch die Tierkreiszeichen, den Sonnengang und die Mondbewegung ablesen.
Als sehr begehrt erwies sich Porzellan mit dem Musselmalet-Muster von Royal Copenhagen. Tatsächlich handelt es sich bei Musselmalet Gerippt um das älteste Muster der dänischen Porzellanmanufaktur, das im Jahr 1775 entworfen wurde.

Ein umfangreiches (ca. 135 Teile) Speiseteilservice mit dem blauweißen Dekor wechselte für 6.500 Euro den Besitzer (Startpreis 1.500 Euro).

Ein 77-teiliges Speiseservice, dessen Dekor aus der alten Musselmalet Vollspitze und der 1888 überarbeiteten Version (Musselmalet Halbspitze) konnte ebenfalls für 6.500 Euro versteigert werden. Der Startpreis hatte hier jedoch bei 3.500 Euro gelegen.

Ein weiteres Highlight der Porzellan-Offerte war die limitierte Vase Pahlavi von Hutschenreuther. Die Vase war anlässlich des 50. Regierungsjubiläums der persischen Pahlavi-Dynastie um 1975 nach dem Vorbild einer altpersischen Silbervase aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. gestaltet worden. Nachdem der Startpreis bei 2.000 Euro gelegen hatte, wurde das Stück für 4.400 Euro verkauft.

Verweilen wir noch ein wenig in Persien und werfen einen Blick auf diesen herrlichen Ghom aus Seide, der mit einem Startpreis von 150 Euro aufgerufen wurde. Verkauft wurde der Teppich, der mit seinen floralen Mustern und intensiven Farben besticht, für 800 Euro.

Ein großartiges Ergebnis erzielte auch das Gemälde Berghof des österreichischen Malers Herbert Danler. Aufgerufen mit 400 Euro, musste der Höchstbietende schließlich 4.200 Euro zahlen, um es mit nach Hause nehmen zu dürfen. Seine Motive fand Danler hauptsächlich in seiner Heimat, dem Stubaital in Tirol.
Ebenfalls am 29. Mai fand in der Eppli-Auktionshalle in Leinfelden-Echterdingen eine Münzen, Banknoten, Briefmarken und Historika gewidmete Auktion statt.

Mit einem Startpreis von 8.800 Euro kam hier ein großes Gold-Lot mit 199 g Feingold zum Aufruf. Die zwanzig Münzen aus Europa, Südafrika, Australien und Amerika wechselten schließlich für 10.020 Euro den Besitzer.

2.600 Euro zahlte der Höchstbietende für ein Set mit vier kanadischen Platinmünzen, die im Jahr 1995 herausgegeben worden waren (Startpreis 1.600 Euro). Die unterschiedlich schweren Münzen zeigen auf der einen Seite jeweils das kanadische Staatsoberhaupt, Queen Elizabeth II, und auf der anderen Seite den Kanadischen Luchs in verschiedenen Motiven.

Von 420 Euro auf 600 Euro konnte sich ein Los mit drei Schweizer Goldvreneli von 1914 bzw. 1922 steigern. Als 20-Franken-Münze wurde das Goldvreneli von 1897 bis 1949 geprägt. Als 10-Franken-Münze, sowie die vorliegenden, jedoch nur von 1911 bis 1922.

Als begehrtestes Gut der Offerte erwies sich jedoch ein Los mit 7 russischen Assignaten aus den Jahren 1818 und 1819, denen noch sechs späteres Ausgaben beigeben waren. Die Tatsache, das solche Stücke auf dem Auktionsmarkt nur sehr selten anzutreffen sind, hat gewiss dazu beigetragen, das der erzielte Preis von 10.000 Euro den Startpreis, der bei 130 Euro gelegen hatte, weit hinter sich lassen konnte.
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