Im Zentrum von Rom steht eine herrschaftliche Villa, die mit einem im Grunde unbezahlbaren Kunstwerk ausgestattet ist: das einzige von Caravaggio ausgeführte Wandgemälde. Nun stehen Haus samt Fresko zum Verkauf und versprechen die profitabelste gerichtlich anberaumte Auktion des Jahres 2022 zu werden (wie könnte es auch anders sein, geht es um einen Erbschaftsstreit).
Nur wenige Schritte entfernt von der Via Veneto, die durch Fellinis La Dolce Vita weltberühmt wurde, beherbergt das luxuriöse Anwesen aus de 16. Jahrhundert zahlreiche Kunstwerk, darunter eben jenes Werk, das Michelangelo Merisi, besser bekannt unter dem Namen Caravaggio, zugeschrieben wird.
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Das um 1597 entstandene Deckengemälde zeigt Jupiter, Neptun und Pluto und stellt eine Allegorie der Triade des Paracelsus und eine Hommage an die Welt der Alchemie dar. Die drei Götter, die sich um einen durchscheinenden Globus versammelt haben, können drei Elementen zugeordnet werden: Luft (Jupiter), Wasser (Neptun) und Erde (Pluto).

Der Wert des Gemäldes allein wird auf 310 Millionen Euro geschätzt, was den Großteil der insgesamt 471 Millionen Euro, für die die Villa, deren Gärten bereits von Stendhal gerühmt wurden, zum Aufruf kommt, ausmacht. Zusätzlich wird der glückliche Höchstbietende 10 Millionen Euro in die Restaurierung des Kunstwerkes stecken müssen.
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Weitere Fresken in der Villa wurden zwischen 1621 und 1623 von Guernico ausgeführt. Auch sie tragen zu der außerordentlichen Bedeutung der Villa als (kunst-)geschichtsträchtiger Ort von (beinahe) unschätzbarem Wert bei. Da es sich bei der Villa um einen geschützten Kunststandort handelt, hat der italienische Staat das Vorkaufsrecht. Allgemein ist die Hoffnung jedoch jene, dass ein Schatz von dieser Größenordnung in die Hände eines Kunstfreundes gelangt, der dessen immense Schönheit und Bedeutung zu schätzen weiß.



