Vor mehr als 40 Jahren erfand der im nordrhein-westfälischen Vreden ansässige Juwelier Niessing einen Ring, dessen einzelner Brillant ganz ohne jede Form der Fassung von der Ringschiene gehalten wurde. Ermöglicht wurde dies durch die Spannung der klassischen runden Schiene – ein Konzept, das seit 2001 als Kunstwerk anerkannt ist und Eingang in Museen auf der ganzen Welt gefunden hat.

Am 5. Februar kam ein solcher Spannring von Niessing aus Gelbgold und ausgestattet mit einem Brillanten von 1,03 ct im Stuttgarter Auktionshaus Eppli für 6.500 Euro zum Aufruf. Ein solches Highlight blieb natürlich von Liebhabern modernen Schmucks nicht unbemerkt, sodass sich der Preis schließlich auf 8.900 euro steigerte.

Doch nicht nur dieser moderne Ring sorgte für Begeisterung, auch für ein antikes Stück aus dem 18. Jahrhundert gab es nicht wenige Gebote, sodass sich sein Startpreis von 1.100 Euro auf 5.200 Euro beinahe verfünffachte. Der Rokokoring erinnert in seiner Gestaltung an den aus Irland stammenden Claddagh-Ring, dessen Ringschiene in zwei Händen endet, die ein gekröntes Herz halten. Im vorliegenden Fall wird das Herz aus zwei Diamanten von zusammen ca. 1,1 ct geformt, die im Antwerpener Schliff (auch Antwerpener oder Brabanter Rose genannt) geschliffen wurden. Der Schliff mit zwölf trapezförmigen und dreieckigen Facetten wurde im 16. Jahrhundert erfunden und nach Antwerpen, das damals bereits der bedeutendste Handelsplatz für Diamanten war, benannt.
Doch nicht nur Schmuck stand am 5. Februar bei Eppli auf dem Programm, auch wenn dieser den Großteil der knapp 400 Lose starken Offerte ausmachte. Ebenfalls zum Aufruf kamen Uhren, Kunstgewerbe und Kunst.
Unter den Gemälden muss auf das in Öl auf Karton ausgeführte Werk Auszug aus der Heimat des polnischen Künstlers Jerzy Kossak (1886-1955) hingewiesen werden, das die Auktion aus einer Berliner Privatsammlung erreichte und mit 650 Euro an den Start ging.

Kossak, der aus einer Krakauer Künstlerfamilie stammte, war auf Historienmalerei spezialisiert. Durch die Kleidung der dargestellten Personen, die inmitten einer Winterlandschaft in einem Pferdeschlitten ihre Heimat verlassen müssen, ist auch das vorliegende Gemälde als Darstellung einer früheren Epoche, genauer gesagt die napoleonische Ära, zu erkennen. Kossaks Werk fand für 6.000 Euro einen neuen Besitzer und kann damit eine beeindruckende Preissteigerung vorweisen.
Am 12. Februar folgte eine Mode und Accessoires gewidmete Auktion mit knapp 120 Losen, die auch eine Sammlung der begehrten Seidencarrés von Hermès umfassten.

Beeindruckende Preissteigerungen erzielten zwei Taschen von Louis Vuitton: Zum eine orangefarbene Alma PM aus der Epi-Leder-Serie von 2003, zum anderen die mit einem kleinen Vorhängeschloss ausgestattete Handtasche Lock It GM aus grauem Suhali-Leder von 2007.

Beide Taschen „betraten“ mit einem Startpreis von 380 Euro den Auktionssaal und verließen ihn jeweils mit einem Ergebnis von 1.200 Euro.
Am 19. Februar kam schließlich auch noch ein Katalog mit 177 Losen ohne Limitpreis zum Aufruf. Auch hier waren Schmuck und Edelsteine besonders zahlreich vertreten.

Den besten Preis erzielte hier mit 3.000 Euro ein zweiteiliges Händlerkonvolut mit Collier und Armband. Die beiden Schmuckstücke wurden jeweils abwechselnd aus Elementen aus Gelb- und Weißgold gearbeitet und mit einem Solitärbrillanten bestückt.
Wie auch Sie ein Schmuckstück, ein Kunstwerk oder eine Uhr erfolgreich bei Eppli versteigern lassen können, erfahren Sie hier.

