Auf knapp 3.000 Lose darf mitgeboten werden, wenn das Auktionshaus Franke vom 25.-27. Januar zu einer ersten Auktion im Jahr 2024 einlädt. Zum Aufruf kommt ein gelungenes und vielfältiges Angebot an Kunstobjekten aus verschiedenen Kategorien, Regionen und Epochen. Während der erste Auktionstag Schmuck und Münzen gewidmet ist, erwarten uns am 26. Januar Kategorien wie Briefmarken, Teppiche, Glas, Grafik und Asiatika, bevor die Auktion am letzten Tag mit Porzellan, Silber, Skulpturen, Gemälden und mehr endet. Entdecken Sie nun sechs Highlights dieser schönen Offerte!
Auch in einer Winterauktion können Lose bereits die Vorfreude auf den Sommer ankurbeln. In der Kategorie „Gemälde“ sind es im vorliegenden Fall Werke der Post-Impressionistin Suzanne Eisendick und des norwegischen Landschaftsmalers Hans Andreas Dahl. Auch zwei Arbeiten von Otto Friedrich Geleng sind hier zu nennen.

Der in Berlin geborene Geleng verbrachte den Großteil seines Lebens in Taormina auf Sizilien, wo er sich von der Landschaft, dem Meer und dem alles überragenden Ätna inspirieren ließ. Auch die Ruinen des griechischen Theaters hatten es ihm angetan. In dem kleinformatigen, auf Holz ausgeführten Werk Ansicht von Taormina, das in der Auktion zum Aufruf kommt, sind all diese Elemente vereint. Eine weitere Arbeit von Geleng zeigt abermals eine südliche Landschaft unter dem warmen Licht der mediterranen Sonne.

Otto Friedrich Geleng zog im Alter von zwanzig Jahren nach Taormina und wurde keine zehn Jahre später zum Bürgermeister des Ortes ernannt. Auch war er mit dem Fotografen Wilhelm von Gloeden, der sich ebenfalls in Taormina niedergelassen hatte und für seine Aktaufnahmen jungendlicher Männer bekannt ist, befreundet.

Neben idyllischen Landschaften hat die Offerte auch Hochherrschaftliches zu bieten, in Form eines Porträts von Kaiserin Maria Theresia. Die in der linken unteren Ecke dargestellte Stephanskrone macht deutlich, dass die Herrscherin hier als Königin von Ungarn dargestellt ist. Diesen Titel hatte sie 1740 von ihrem Vater, Kaiser Karl VI., geerbt. Römisch-deutsche Kaiserin konnte sie jedoch nicht durch Geburtsrecht, sondern nur durch die Wahl ihres Mannes, Franz-Stephan von Lothringen, werden.
Die Winterauktion von Franke umfasst auch Objekte aus mehreren spannenden Sammlungen. Eine davon ist in der Kategorie „Asiatika“ anzutreffen, die am zweiten Auktionstag zum Aufruf kommt und mehrere Netsuke bzw. Okimono aus dem Japan des 19. Jahrhunderts umfasst.

Okimono werden kleinformatige Kunstschnitzereien genannt, die sich aus den am Kimono befestigen Netsuke entwickelt hatten, nachdem diese im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend aus der Mode kamen. Zu den Highlights zählt hier eine feine aus Holz geschnitzte Arbeit, die eine Affenmutter zeigt, die, während ihre vier Jungen auf ihr herumturnen, genüsslich in eine Frucht beißt.

Aus der Auflösung einer Postkartensammlung stammen einige interessante Objekte, die ebenfalls am zweiten Auktionstag zum Aufruf kommen. In mehreren Losen zu jeweils fünf Stück werden Bergpostkarten eines gewissen Emil Hansen angeboten, der sich später nach seinem Geburtsort Nolde umbenennen sollte. Der junge Emil Nolde ging 1894 einer Lehrtätigkeit am Kunstgewerbemuseum St. Gallen nach, als er, der aus dem hohen Norden stammte, sich von der dortigen Bergwelt und ihren Sagen zu humoristischen Aquarellen inspirieren ließ: Er versah die Berge mit Gesichtern und fügte poetische Geschichten hinzu. Aus eigener Tasche ließ er mit den Motiven Bergpostkarten drucken, die sich als großer Erfolg erwiesen und es ihm dadurch ermöglichten, als freier Künstler zu arbeiten.

Auch die dritte Sammlung, aus der wir Ihnen an dieser Stelle ein Highlight vorstellen möchten, kommt am 26. Januar zum Aufruf. Die Sammlung ist Miniaturporträts gewidmet, wobei zwei weibliche Bildnisse aus den Händen des englischen Aquarell- und Pastellmalers Alfred Edward Chalon stammen. Chalon war ein beliebter Porträtmaler der Gesellschaft, der sogar die junge Königin Victoria verewigen durfte. Das hier abgebildete Porträt zeigt eine junge Dame mit Haar- und Halsschmuck, deren ovales Bildnis ist in einen dekorativen vergoldeten Metallrahmen gefasst ist.
Die Winterauktion im Auktionshaus Franke findet vom 25.-27. Januar in der Kalchreuther Straße 125 in Nürnberg statt. Vorbesichtigungen sind dort am 23. und 24. Januar mit Terminvereinbarung möglich.



