Am Dienstag, den 19. April, lädt Probus Auktioner Sammler historischer Waffen und Militaria ein, eine spannende Offerte mit Hunderten Objekten aus diesem Bereich zu entdecken und natürlich auch zu ersteigern.
Trabantendegen, Schweden, 1701

Zunächst sei auf eine schwedische Blankwaffe aus dem Jahr 1701 hingewiesen, das aus dem Tøjhus Museum in Kopenhagen stammt. 97,5 cm des insgesamt 113 cm langen Degens mit vergoldetem Messinggriff entfallen auf die zweischneidige Klinge. Die Waffe war Teil der Kriegsbeute, die die Dänen während der Kapitulation von Tönning im Mai 1713 in der Festung Gottorf erbeuteten (Großer Nordischer Krieg). Ein identisches Exemplar wurde 2004 in einer Kirche im schwedischen Västmanland gefunden.
Dolch für die linke Hand

Bei diesem, möglicherweise deutschen, Dolch handelt es sich um einen sogenannten Parierdolch, der traditionell in der linken Hand gehalten wurde, um Angriffe des Gegners im Kampf blockieren zu können, während das eigene Rapier von der rechten Hand geführt wurde. Weitere Bezeichnungen für diese Blankwaffe sind daher „Fechtdolch“, „Linkehanddolch“ oder im Französischen „Main gauch“, was „Linke Hand“ bedeutet.
Sächsische Radschlosspistole, 1604

Alter und Herkunft dieser Radschlosspistole lassen sich anhand des eingravierten Datums und Wappens eindeutig feststellen. Bei dem schönen stück wurde viel Wert auf die Verzierung gelegt. So gibt es neben Intarsien aus Hirschhorn auch geätzte Dekorationen, die Reste einer Vergoldung aufweisen. Vergoldet sind auch die aus Messing geformte Radkappe und der Abzugsbügel. Außerdem wurden silberne Beschläge am Kolben appliziert.
Paar österreichische Steinschlossgewehre

Auf diesem schönen Paar Steinschlossgewehre aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hat sich der Büchsenmacher namentlich verewigt: Balthasar Zelner, der in diesem Zeitraum in Zell am See und Salzburg tätig war. Die gravierten Goldbeschläge zeigen teilweise Jagdszenen und deuten somit auf den Verwendungszweck der Gewehre hin.
Paar Perkussionspistolen von Le Page Paris

Dieses Paar Perkussionspistolen stammt aus dem Haus Le Page in Paris, das 1716 gegründet wurde und noch immer existiert. Die in Gold gravierte Inschrift „Lepage arq er du roi“ deutet darauf hin, dass die Pistolen vor 1842 hergestellt wurden, bevor das Unternehmen in Le Page-Moutier umbenannt wurde und in Frankreich gerade ein König regierte.
Sächsische Patronendose, um 1580

Zum Schluss sei noch auf diese Patronendose aus dem späten 16. Jahrhundert hingewiesen, die aufwendig mit geätzten Eisenbeschlägen und Intarsien aus Hirschhorn verziert wurde. In den Deckel wurde das sächsische Wappen graviert.
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