Besuchen Sie Pax Romanas spektakuläre Sommerauktion mit antiken Schätzen aus aller Welt. Entdecken Sie ägyptische Altertümer und alte Waffen, darunter Schwerter und Helme. Der antike Schmuck, der am 25. Juli ebenfalls Teil der Offerte sein wird, wurde von einem unabhängigen Gemmologen geprüft, während die chinesische Terrakotta einer Thermoluminiszenzdatierung unterzogen wurde.

Etwa aus dem 13. Jahrhundert stammt dieses beeindruckende Eisenschwert mit langem Griff und rundem Knauf. Im Laufe des Hochmittelalters schufen die Schwertschmiede eine neue Art von Klingen, die es mit den verbreiteten Plattenrüstungen aufnehmen konnten. Gegen diese Bollwerke hatten sich die frühen Schwerter mit ihren leichten, flachen Klingen als eher ineffektiv erwiesen. Kämpfer und Schmiede erkannten die Notwendigkeit spitzerer Klingen mit breiter Parierstange, die den Träger der Waffe bei Stößen durch eine Rüstung vor dem Abrutschen bewahren konnte.

Dieser seltene hellenistische Anhänger aus dem 3.-2. Jahrhundert v. Chr. wurde in der Form eines Amphoriskos geschaffen. Amphoriskoi (was im Altgriechischen „kleine Amphoren“ bedeutet) waren kleine zweihenkelige Gefäße, in denen in griechischer und römischer Zeit Parfüm oder Duftöl aufbewahrt wurde.
Der Korpus dieses Amphoriskos-Anhängers wurde aus dunklem Glas angefertigt und mit einem an Fischschuppen erinnernden Muster aus dunkler Goldfarbe verziert. Eine Montierung aus Gold bildet den oberen und den unteren Teil des Gefäßes. Während der obere Teil über zwei Henkel verfügt, wurde der untere Teil mit einer Öse anstelle eines Fußes versehen. Durch eine Röntgenfluoreszenzanalyse konnte bestätigt werden, dass das Metall ausschließlich antik ohne moderne Ergänzungen ist.

Aus der griechisch-römischen Periode Ägyptens (323 v. Chr. - 395 n. Chr.) stammt dieser Keramikkopf eines Mannes. In erstaunlich lebensnaher Gestaltung ist der Mann mit gewelltem Haar und Bart dargestellt. Während alle Haare schwarz bemalt wurden, zeigt die Haut einen rötlichen Ockerton. Die Augen verdanken ihre Lebendigkeit der Verwendung von schwarzem und weißen Glas und der Umrandung mit blauer Farbe. Selbst die Augenbrauen wurden wiedergegeben, was das Stück als eher griechisches denn ägyptisches Objekt entlarvt.
An der offenen Rückseite befindet sich ein abgebrochener Teil aus Keramik, der darauf hindeuten könnte, dass es sich bei diesem Objekt um ein Gefäß in der Gestalt eines Männerkopfes gehandelt haben könnte. Reste einer Verzierung mit Linien und geometrischen Mustern sind noch erkennbar. Derartige Gefäße sind aus Zypern bekannt, das damals Teil des Ptolemäerreiches war und unweit von Alexandria lag. Mehrere Gefäße dieser Art kamen bei Ausgrabungen in Ägypten zutage.

Dieser rare römische Goldarmreif aus dem 2. Jahrhundert wurde aus dickem gedrehten Golddraht angefertigt und verfügt über einen Hakenverschluss. Schmuck war für römische Frauen sehr wichtig, war er doch ihr Eigentum und nicht das Eigentum ihres Mannes. Daher war es Frauen möglich, Schmuck selbst zu kaufen oder auch zu verkaufen oder ältere Stücke einschmelzen zu lassen, um daraus neue Pretiosen in einem moderneren Stil anfertigen zu lassen.
Natürlich stellten die Frauen mit ihrem Schmuck auch ihren Reichtum zur Schau, was in Kriegszeiten nicht gern gesehen war. Während des 2. Punischen Krieges wurde 215 v. Chr. das Lex Oppia verabschiedet, das vorschrieb, wieviel Schmuck eine Frau tragen durfte, während der Rest der Kriegskasse zugeführt wurde. Nach Ende des Krieges legten die Römerinnen öffentlich Protest gegen das Gesetz ein, das 195 v. Chr. wieder aufgehoben wurde, sodass prachtvolle Schmuck einmal mehr in Mode kam.

Die Schale dieses chalkidischen Helms aus dem 5.-4. Jahrhundert v. Chr. wurde aus einem Stück gefertigt, inklusive der gebogenen Augenpartie sowie dem Schutz für Nase und Nacken.
Chalkidische Helme wurden nach ähnlichen Helmen benannt, die auf Keramikvasen abgebildet wurden, die aus der euböischen Stadt Chalkida stammten. Die Helme waren leichter und weniger einschränkend als die korinthischen Helme. Die angehängten Wangenpartien wurden anatomisch so geformt, dass sie eng am Gesicht anlagen und große runde Augenöffnungen ermöglichten einen gute Sicht.

Schließlich möchten wir noch auf diesen apulischen Glockenkrater aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. hinweisen, der über einen sockelähnlichen Fuß, zwei Handhaben und eine weite Öffnung verfügt. Eine Seite des Gefäßes zeigt einen nur mit Lorbeerkranz bekleideten jungen Mann mit einem Musikinstrument. Aufgrund mangelnder Attribute ist diese Figur nicht als der Gott Dionysos selbst zu identifizieren, sondern als einen seiner Anhänger, die zu seinen Ehren einen Thiasos gebildet hatten. Bekräftigt wird diese Vermutung durch die Darstellung einer halbentblößten Frau auf der anderen Seite des Kraters, die eine Phiale für den Genuss von Wein und Tamburin in den Händen hält.
Flankiert werden die figürlichen Darstellungen von Palmetten unter beiden Handhaben. Die Erhöhung bestimmter Details, wie der Schmuck der Frau, mit weißer Farbe, lässt darauf schließen, dass das Gefäß aus Magna Graecia (den griechischen Kolonien in Süditalien) stammt. Glockenkratere dieser Ausformung tauchten erstmals im frühen 5. Jahrhundert v. Chr. auf und sind ausschließlich rotfigurig bemalt. Glockenkratere verdanken ihren Namen ihrer Form, die möglicherweise auf Vorgänger aus Holz zurückgeht, und verfügen über kleine horizontale Handhaben auf mittlerer Höhe des Korpus, was auch bei dem vorliegenden Exemplar der Fall ist. Kratere wurden dafür verwendet, Wein mit Wasser zu verdünnen und standen normalerweise auf einem Dreifuß im Speisezimmer, wo der Wein während eines Banketts (Symposion) vermischt wurde.
Pax Romanas „Antiquities and Ancient Art“-Auktion findet am 25. Juli statt. Der mehr als 400 Lose umfassende Katalog ist bereit, von Ihnen entdeckt zu werden.

