Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Mit der Versteigerung von Karl Lagerfelds Nachlass in mehreren Auktionen widmet Sotheby’s den Dezember einer der berühmtesten Persönlichkeiten der Modeszene des 20. Jahrhunderts.
Mehr als 1.000 Objekte aus dem Besitz des 2019 verstorbenen Modeschöpfers, der dem angestaubten Luxuslabel Chanel in den 1980er Jahren neues Leben einhauchte und aus sich selbst eine international bekannte Marke machte, kommen in zwei Auktionen in Paris und Monaco sowie in zwei Onlineauktionen zum Aufruf.
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Jedes der Objekte widerspiegelt Lagerfelds leidenschaftliche Arbeit als Couturier und Fotograf, aber auch als ein Dekorateur, der sich im Wandel der Zeit den unterschiedlichsten Stilen verbunden gefühlt hatte. Nachdem das in den 1970er Jahren noch das Art déco gewesen war, weckten eine Dekade später die farbenfrohen Kreationen der Memphis Group sein Interesse. Dann folgte eine Kehrtwende zum Rokoko des 18. Jahrhunderts, dessen Eleganz und Raffinesse er bewunderte. Dennoch war es in den letzten zwanzig Jahren das zeitgenössische Design von kreativen Köpfen wie Mark Newson, Martin Szekely sowie Ronan & Erwan Bouroullec, das ihn am meisten fesselte, auch wenn er seine eigene Wohnung in Louveciennes in einem Stil einrichtete, der an das Deutschland der 1920er Jahre erinnerte.
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Des Weiteren kommen persönliche Objekte, wie Karl Lagerfelds berühmte fingerlose Handschuhe, Schalen mit dem Konterfei seiner geliebten Katze Choupette, Jacketts von Dior, Saint Laurent, Comme des Garçons, Martin Margiela und Lagerfelds eigener Marke KL und drei Rolls-Royce zum Aufruf.
Auch Kunst darf in dieser Offerte nicht fehlen, die Jeff Koons' Balloon Venus genauso umfasst wie ein Porträt von Takashi Murakami und japanisch angehauchte Figurinen der italienischen Lifestyle-Marke Tokidoki.
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