Drei Jahre und sieben Monate Haft sowie eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Schweizer Franken lautete am vergangenen Freitag das Urteil für eine 54-jährige, die über viele Jahre hinweg rund eine Million Franken statt in die Kasse ihres Arbeitgebers in die eigene Tasche gewirtschaftet hatte. Beim Geschädigten handelt es sich um die renommierte Fondation Beyeler in Riehen bei Basel, eines der meistbesuchten Museen der Schweiz, welche als Privatkläger auftrat und Schadensersatz in Höhe von 899.421 Franken zuzüglich 5 Prozent Zinsen forderte – und auch erhielt.
Die 54-jährige war über einen Dienstleiter seit 2008 bei der Fondation Beyeler angestellt, zunächst als Hilfskraft, nach zwei Jahren als Leiterin des Kassenteams. Bereits im ersten Jahr hatte sie damit begonnen, Geld am Kassensystem vorbeizuschleusen, zunächst dreistellige und schließlich vierstellige Summen, wobei sie verschiedene Tricks anwendete, für die sie teilweise sogar die Kassencodes ihrer Mitarbeiter benutzte, um nicht aufzufliegen. Das geschah 2019 dann aber doch.
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Ab dem vergangenen Mittwoch musste sie sich vor Gericht verantworten. Als Tatmotiv nannte die Staatsanwaltschaft den Umstand, dass die „Begehrlichkeiten die finanziellen Möglichkeiten zu übersteigen begannen“, wie der SFR berichtete. Ausgegeben wurde das Geld wohl hauptsächlich für Kleidung und luxuriöse Reisen. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.
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