Die Auktion mit Alter und Moderner Kunst, die das Auktionshaus an der Ruhr am 14. November präsentieren wird, glänzt mit einer gleichermaßen abwechslungsreichen, als auch hochqualitativen Offerte, in der sich bekannte Künstler die Klinke in die Hand geben.

Als eines der Top-Lose kommt Ernst Ludwig Kirchners in Mischtechnik auf Papier ausgeführte Arbeit Frau im Sessel von 1926 zum Aufruf. Kirchner gründete 1905 in Dresden gemeinsam mit seinen Kollegen Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe "Brücke", die von hoher Bedeutung für die Entwicklung des Expressionismus in Deutschland war.

Erich Heckel ist mit dem Aquarell Berge im Winter von 1949 in der Auktion vertreten, Karl Schmidt-Rottluff mit der in Kreide und Tusche ausgeführten Zeichnung Schneckenhäuser aus dem Jahr 1955.

Vom Düsseldorfer Landschaftsmaler Walter Ophey kommt das Ölgemälde Kappeshamm zum Aufruf. Ophey war neben August Macke der wichtigste Vertreter des Rheinischen Expressionismus.

Otto Dix experimentierte mit so manchem Stil vom Expressionismus bis zum Kubismus, bevor er in der Neuen Sachlichkeit, die er entscheiden prägen sollte, sein eigentliches Betätigungsfeld fand. Im Auktionshaus an der Ruhr kommen von Dix die aquarellierte Zeichnung Frau mit Schirm sowie die Farblithografien Leonie und Hemmenhofen zum Aufruf.

Ein weiteres Landschaftshighlight der Auktion stammt von Otto Modersohn: Mondaufgang über dem Moor, in dem der Künstler ein weiteres Mal die inspirierende Landschaft bei Bremen eingefangen hat. Das Ölgemälde ist signiert und wurde zusätzlich vom Modersohn Museum Fischerhude authentifiziert.

In Norddeutschland entstand 1880 auch Andreas Achenbachs Werk An der Scheldemündung. Achenbach gehörte, wie auch sein Bruder Oswald, zu de führenden Landschaftsmalern der Düsseldorfer Malschule. Auf der Suche nach Motiven und Inspiration bereiste er Skandinavien genauso wie Italien und die Nordseeküste.

Ernst Wilhelm Nay hingegen war einer der wichtigsten deutschen Maler der Nachkriegszeit, als er sich völlig der gegenstandslosen Malerei verschrieb. Im Auktionshaus an der Ruhr ist er mit einem titellosen Aquarell von 1964 vertreten.

Doch nicht nur auf Leinwand oder Papier ausgeführte Kunst kommt in der Auktion zum Aufruf, auch Bronzeskulpturen sind mit von der Partie. Zu den Highlights zählen hier Die Keuschheit von Ernst Seger sowie der um 1915 entstandene Athlet von Franz von Stuck.

Unter den zeitgenössischen Werken darf Günther Ueckers 2-teiliges Nagelobjekt Positiv-Negativ von 1974 nicht unerwähnt bleiben. Das Multiple, bei dem die für Uecker typischen Nägel im Fokus stehen, wurde vom Kunst- und Museumsverein Wuppertal mit einer Auflage von nur 35 Stück herausgegeben.

Zum Schluss sei noch auf ein weiteres Highlight der Auktion hingewiesen: Das in 15 Elemente unterteilte Hohlspiegelobjekt von Adolf Luther aus dem Jahr 1970. Luther beschäftigte sich ab den 1950er Jahren mit der optischen uns kinetischen Kunst und wurde zu einem der wichtigsten Vertreter dieser beiden Professionen, wobei die Hohlspiegelobjekte zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören.
Die Auktion mit Alter und Moderner Kunst findet am 14. November um 18 Uhr statt. Bereits um 15 Uhr darf auf im Auktionshaus an der Ruhr auf Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren mitgeboten werden. Beide Auktionen finden ohne Saalpublikum statt. Die Möglichkeit einer Vorbesichtigung besteht im Auktionshaus (Friedrichstraße 67-67a, Mülheim an der Ruhr) jedoch vom 7.-13. November.



