Knapp 600 Lose mit Antiken präsentiert Pax Romana in seiner Auktio am 10. August: Von Wikinger-Waffen und mittelalterlichen Ringen bis zu neolithischer Keramik aus China und alt-ägyptischen Skulpturen. Einige der vielen Highlights sehen Sie nun im Folgenden.

Das erste Los ist ein griechischer Bronzehelm aus Korinth, der aus der Zeit um 600 v. Chr. stammt. Der Helm befindet sich in exzellentem Zustand mit gebogenen Augenausschnitten, einem breiten Nasenschutz sowie Wagenstücken, die eine vertikale Mundöffnung freilassen. Die gebogene Nackenpartie sorgte gleichermaßen für Schutz und Beweglichkeit.
Schätzpreis: 30.000-50.000 GBP (ca. 33.000-54.000 Euro)

Ein weiteres Top-Los stellt ein versilberter griechischer Helm mit beweglichen Wangenstücken aus Chalkidiki dar. Dieser Helmtypus war im Griechenland des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. sehr populär, ebenso im südlichen Italien, das damals von Griechenland aus kolonisiert wurde. Der Helmtyp scheint aus dem Korinthischen Helm hervorgegangen zu sein und verfügt über Weiterentwicklungen was die akustischen und visuellen Möglichkeiten seines Trägers betrifft. Die Helme waren in der Regel mit Leder ausgekleidet und mit Kämmen aus Pferdehaar bekrönt. Auch die Soldaten, die Alexander den Großen auf seinen Kriegszügen begleiteten, trugen vornehmlich den Helm aus Chalikidi, allen voran die hoplites, jene schwerbewaffnete Truppe, die mit langen Speeren ausgestattet war. Später würde sich dieser Helm zum Attischen Helm weiterentwickeln, dem klassischen Helm eines griechischen Soldaten.
Schätzpreis: 15.000-20.000 GBP (ca. 16.000-21.700 Euro)

Ein seltener Schatz ist dieses mittelalterliche Schwert, von dem lediglich rund 20 weitere Exemplare bekannt sind: Die Schwerter, die wie das vorliegende die Inschrift INGELRII, INGELRD oder INGELRILT tragen, wurden vom 10. bis 12. Jahrhundert angefertigt. Die Inschrift beziehen sich vermutlich auf den Schmied bzw. später auf dessen Nachahmer. Die zweischneidigen Ingelrii-Schwerter wurden in Norwegen und Schweden, Deutschland und der Schweiz sowie Westfrankreich und England gefunden.
Schätzpreis: 7.000-12.000 GBP (ca. 7.600-13.000 Euro)

Aus dem mittelalterlichen England stammt dieser Goldring, dessen Ringkopf mit grünen Smaragden und einem zentralen Amethyst verziert wurde, die die Form einer Blume ergeben. Ringe dieser Art wurden ausschließlich von Damen des höchsten Adels getragen, die auch am Königshof verkehrten.
Schätzpreis: 5.000-8.000 GBP (ca. 5.400-8.700 Euro)

Dieses elegante Terrakotta-Pferd stammt aus der Zeit der Nördlichen Wei-Dynastie oder der frühen Tang-Dynastie (ca. 5.-6. Jh.). Pferde wurden in der chinesischen Kunst als bedeutendes Symbol des Krieges und des militärischen Status' verwendet. Das vorliegende Exemplar begeistert neben seiner hervorragenden Erhaltung mit seinem Lebhaften Ausdruck.
Schätzpreis: 4.000-5.000 GBP (ca. 4.400-5.400 Euro)
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