Mit einer Spannweite von 6,70 Metern und einer Höhe von mehr als 3 Metern lauerte eine Spinne aus Stahl bei der diesjährigen Art Basel über dem Stand der international agierenden Galerie Hauser & Wirth und wartete darauf, dass ihr ein Käufer ins Netz ging.
Lange musste die achtbeinige Ikone nicht warten, denn verkauft wurde sie bereits am 14. Juni, der ausschließlich VIP-Gästen Einlass gewährte, während alle anderen bis zum 16. Juni hatten warten müssen. Einer dieser VIP-Gäste, der namentlich nicht bekannt ist, schnappte sich Louise Bourgeois’ Spider von 1996 für 40 Millionen USD (38 Millionen Euro), was einen neuen Rekord für die französisch-amerikanische Künstlerin bedeutete, deren bisheriger Rekord bei 32 Millionen USD (28,7 Millionen Euro) gelegen hatte, als eine andere ihrer ikonischen Spinnenskulpturen 2019 bei Christie’s den Besitzer wechselte.
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2019 war auch das Jahr, in dem die Art Basel, die eine der führenden Messen für moderne und zeitgenössische Kunst weltweit, zum letzten Mal in gewohnter Pracht stattgefunden hatte, bevor sie 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie zunächst verschoben und dann ganz abgesagt werden musste und im vergangenen Jahr nur in kleinerem Umfang hatte stattfinden können.
„Back to normal“ hieß es dann in diesem Jahr und rund 70.000 Besucherinnen und Besucher, darunter bedeutende Privatsammler aus Europa, Amerika, dem Nahen Osten und Afrika sowie Kuratoren und Vertreter von über 300 Museen und Institutionen, strömten in die Hallen der Messe Basel, um die Kunstwerke an den Ständen von 289 führenden internationalen Galerien aus 40 Ländern zu bestaunen und zu kaufen.
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„Wir haben uns einmal mehr sehr gefreut, die internationale Kunstwelt im Juni in Basel begrüßen zu dürfen. Dieses Jahr konnten wir eine starke Beteiligung von Sammlerinnen und Kuratoren nicht nur aus Europa, sondern auch aus Amerika und Asien verzeichnen. Der Nachholbedarf und die exzellente Qualität des Angebots führten zu lebhaften Verkäufen in allen Segmenten des Marktes und während der gesamten Dauer der Messe. Diese Messe zeigt, wie wichtig persönliche Veranstaltungen als Plattform für lebendige Begegnungen zwischen kulturellen Akteuren sind“, sagt Marc Spiegler, Global Director der Art Basel, in einer Pressemitteilung.
Die Ergebnisse der Art Basel, die viele weitere Millionenverkäufe verzeichnen konnte, widerspiegeln zudem die in der Auktionsbranche während der Pandemie gemachten Beobachtungen, wonach Kunst auch in (anhaltenden) Krisenzeiten eine feste Größe für Investoren darstellt.

