Erst im April dieses Jahres konnten wir Ihnen von einer rekordbrechenden Auktion von Sotheby’s berichten, die mit ihrem Gesamterlös von 414,2 Millionen HKD (ca. 45,2 Millionen Euro) nicht nur die wertvollste Uhrenauktion in der Geschichte von Sotheby’s war, sondern auch die wertvollste Uhrenauktion, die jemals in Asien abgehalten wurde. Beide Rekorde wurden jedoch mit der „Important Watches“-Auktion, die Sotheby’s am 18. und 19. September in Hongkong abhielt, übertroffen. 426 Millionen HKD (ca. 47,5 Millionen Euro) lautete das Gesamtergebnis, an dem mehr als 2.000 Bieter aus 50 Ländern beteiligt waren.
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Im April war zudem ein neuer Rekord für eine Armbanduhr von Cartier aufgestellt worden, als eine ikonische Cartier London Crash von ca. 1987 für 15.616.000 HKD (1.993.539 USD) einen neuen Besitzer fand. Dieser Rekord wurde bereits einen Monat später übertroffen, als eine weitere Cartier London Crash bei Christie’s in Genf für 1.585.000 CHF (2.028.800 US-Dollar) versteigert wurde. Doch auch dieser Rekord wurde in der aktuellen Sotheby’s-Auktion überboten, erzielt von einer historisch bedeutsamen und einzigartigen Uhr, der Cartier Cheich von ca. 2010, um die sich Bieter im Saal, am Telefon und online einen erbitterten Kampf lieferten. Das Ergebnis lautete schließlich 26.520.000 HKD (3.413.124 USD), der Schätzpreis hatte bei 8.000.000 - 40.000.000 HKD (1.000.000 - 5.000.000 USD) gelegen.

Die Cartier Cheich war um 2010 exklusiv für den bedeutenden Cartier-Uhren-Sammler Giorgio Seragnoli angefertigt worden, in Anlehnung an jene Armbanduhren, die Cartier in den 1980er Jahren als Preis für die Gewinner der Cartier Challenge (Teil der Rallye Paris-Dakar) gestiftet hatte. Vier dieser Uhren, deren Gehäuse in Anlehnung an die Kopftücher der Tuareg (frz. cheich) gestaltet worden waren, hatte Cartier damals hergestellt. Zwei von ihnen befinden sich im Cartier-Archiv, eine gilt als verschollen und eine wurde 2022 bei Sotheby’s Paris für 1.003.000 Euro (ca. 1,1 Millionen USD) versteigert.
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Ein weiterer Cartier-Rekord für ein Cartier Pepple-Modell wurde mit einer London Midi Pebble von ca. 1973-74 aufgestellt, die für 3.840.000 HKD (494.208 USD) verkauft wurde.
Den höchsten Preis der Auktion erzielte mit 31.400.000 HKD (4.002.558 USD) eine limitierte Tourbillon Souverain von F.P. Journe von ca. 2005, die aus der Sammlung ihres Erstbesitzers den Weg in die Auktion gefunden hatte.
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Sam Hines, Global Chairman, Watches, Sotheby’s, resümiert: „Die heute erzielten Ergebnisse unterstreichen die anhaltende Stärke und Reife des weltweiten Sammlermarktes für wahrhaft außergewöhnliche Uhren. Das 16-minütige Bietergefecht um die einzigartige Cartier Cheich aus Weißgold zog Sammler aus verschiedensten Regionen und über diverse Kanäle hinweg an und unterstrich damit die internationale Attraktivität seltener Zeitmesser von Museumsqualität, die sich durch eine herausragende Provenienz und historische Bedeutung auszeichnen. Mit der Aufstellung eines neuen weltweiten Auktionsrekords für eine Cartier-Armbanduhr bestätigt dieses Ergebnis zudem die beständige Nachfrage nach jenen seltensten Stücken, die Rarität, Innovation und sammlerische Relevanz in sich vereinen.“
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