In seiner dritten Design-Auktion in diesem Jahr versteigert Sworders über 800 Lose mit Mid-century-Design, Beleuchtung und Kunstobjekte. Dafür nimmt sich das Auktionshaus zwei Tage Zeit und hat am 13. Juli Kunsthandwerk, Art déco und Studio-Keramik im Angebot, während der 14. Juli dem modernen Design vorbehalten ist.

Bereichert wird die Offerte mit mehr als fünfzig Losen, hinter denen sich Fotografien des 20. Jahrhunderts verbergen. Die Aufnahmen reichen von den 1920er Jahren bis zu zeitgenössischen Fotografen wie Steffi Brandl, Dora Maar, Marion Post Walcott, Norman Parkinson, Ansel Adams, Ruth Orkin, Ilse Bing und Mary Ellen Mark.

Ebenfalls mit dabei ist eine Sammlung mit Fotografien von Ed Finnell, einem amerikanischen Fotografen, der in den 1970er Jahren viele Musiklegenden auf der Bühne ablichtete: Eric Clapton, The Rolling Stones, Elton John, Led Zeppelin - um nur einige zu nennen.
Geboren 1956 in Los Angeles, begann sich Finnell bereits im Alter von zehn Jahren für Fotografie zu interessieren. Schon bald darauf entdeckte er die Welt des Rock 'n' Roll als sein Lieblingsmotiv. 1972 besuchte er die ersten Konzerte und fotografierte anschließend so ziemlich jede große Band, die in die Heimatstadt kam. Auch im Pirate Sound Rehearsal Space in Hollywood traf er viele Musiker, von denen einige seine Arbeiten für ihr Promotion-Material verwendeten und ihn als offiziellen Tour-Fotografen anheuerten. Neben unzähligen Veröffentlichungen in Büchern, Zeitschriften und Tour-Programmen, zieren Fotografien von Finnell gleich vier Album-Cover der Rolling Stones.

Unter all den berühmten Künstlern fotografierte Finnell einen am liebsten: David Bowie, dessen Bühnenausstattung und Beleuchtung stets "Fotografen-freundlich" war. Die Auktion umfasst einige der ikonischsten Aufnahmen von Bowie, darunter Bowie als The Thin White Duke während der Station to Station-Tour (Los Angeles Forum, 9. Februar 1976) und Bowie als Ziggy Stardust während der gleichnamigen Tour (Long Beach Arena, 10. März 1973).
Led Zeppelin hingegen zu fotografieren war eine echte Herausforderung, da "die Beleuchtung schrecklich [war] – dunkel und böse". Nichtsdestotrotz schoss Ed Finnell einige epochemachende Aufnahmen von Jimmy Page und Robert Plant, darunter jene von der Physical Graffiti-Tour (27. März 1975).

Finnell schätzt, dass er in den vergangenen 49 Jahren fast 200.000 Konzert-Negative angesammelt hat. Die Fotos nach ihnen, meist Silbergelatineabzüge, entwickelt er noch immer selbst in seiner Dunkelkammer.
Obwohl Ed Finnell seine Fotografien bereits in Galerien in Europa und den USA verkauft hat, ist es nun das erste Mal, dass sie bei einer Auktion im Vereinigten Königreich angeboten werden. "Ich mag Auktionen", sagt er. "Ich bin ein alter Hippie. Die Leute können für weniger Gebühren direkt bei einem Auktionshaus kaufen, als in einer Galerie. Die Kosten in einer Galerie sind zu hoch."

Die nicht weniger prominent bestückte Kategorie "Design" der Auktion umfasst Stücke von skandinavischen Kreativen wie Hans J. Wegner, Ib Kofod Larsen, Jens Quistgaard, Axel Salomonsen, Arne Wahl Iversen und Finn Juhl. Wie wäre es mit einem Sideboard, einem Sitzmöbel, einem Schreibtischset, einem Papierkorb aus brasilianischem Palisanderholz oder einem anderen neuen Lieblingsstück?

Besonders Highlights des dänischen Designs sind eine kubische Schreibtischuhr aus den 1970er Jahren mit Messingzeigern und eingetieftem Zifferblatt sowie Eiskühler mit Deckel aus Palisanderholz, den Jens Quistgaard für Nissen entworfen hatte.
Die abwechslungsreiche Auktion findet am 13. und 14. Juli bei Sworders statt.



