Am 23. Januar kam im Londoner Auktionshaus Spink & Son eine Sensation zum Aufruf: eine der ersten Goldmünzen, die im mittelalterlichen England geprägt wurden.
König Heinrich III. (1207-1272) aus dem Haus Plantagenet, der nach Elisabeth II., Victoria und Georg III. die längste Zeit auf Englands Thron verbrachte, ließ 1257 die ersten Goldmünzen des Landes seit dem Frühmittelalter prägen. In England und dem übrigen Europa waren seit dem 7. Jahrhundert Silberwährungen üblich gewesen. Der zunehmende Handel und Kontakt mit dem goldreichen Orient ließ das Bedürfnis nach einer eigenen Goldmünzenprägung wieder wachsen.
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Geprägt wurden die Goldmünzen von Willem FitzOtto of Gloucester, dem Goldschmied des Königs, der dafür auf Gold aus dessen persönlichen Vermögen, das Heinrich trotz der vielen Finanzprobleme, von denen seine Herrschaft geprägt war, verfügte, zugreifen durfte.
Heinrich III. ließ sich auf seinen Goldmünzen in vollendeter Herrschermanier auf einem prachtvollen Thron mit den Reichsinsignien in den Händen und der Krone auf dem Kopf darstellen.
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Inklusive dem vorliegenden Exemplar, das zufällig von einem Hobbyarchäologen mit einem Metalldetektor auf einem Feld im südwestenglischen Devon entdeckt worden war, sind nur acht dieser Goldmünzen heute bekannt. Die meisten von ihnen befinden sich in Museen.
Da der Fund nach einem britischen Gesetz von 1996 legal zutage gefördert wurde, darf sich der glückliche Finder, der zunächst keine Ahnung hatte, mit was er es zu tun hatte, nun über einen erzielten Auktionspreis von 540.000 GBP (ca. 650.000 Euro) freuen.
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