Der Ferrari F2002 wird für immer als der Formel 1-Wagen in Erinnerung bleiben, in dem Michael Schumacher 2002 beim Großen Preis von Österreich als erster Teilnehmer des Rennens über die Ziellinie fuhr. Ein Sieg, der nicht nur Freude auslöste, da Ferraris Sportdirektor Jean Todt in der letzten Runde von Schumachers Teamkollegen Rubens Barrichello verlangte, Schumacher den Vortritt zu lassen. Diese Entscheidung brachte Michael Schumacher den fünften Saisonsieg ein, wurde von Motorsportfans jedoch stark kritisiert. Der Vorfall veranlasste die FIA, ein Verbot solcher "Teambefehle" auszusprechen.
Bereits während der Siegerehrung war die Empörung des Publikums so groß, dass Schumacher bei den ersten Klängen der deutschen Nationalhymne auf die oberste Stufe des Siegertreppchens drängte. Ferrari, Schumacher und Barrichello wurden von der FIA zu einer Geldstrafe von 1 Million US-Dollar verdonnert.

Der Ferrari F2002 mit der Fahrgestellnummer 219, der nicht nur bei diesem Formel 1-Rennen den Sieg holte, wird am 30. November in Abu Dhabi versteigert. Der Erlös aus dem Verkauf geht an die Keep Fighting, Never Give Up Foundation, die gegründet wurde, nachdem Schumacher bei einem Skiunfall im Jahr 2013 schwere Kopfverletzungen davongetragen hatte.
"Der Michael Schumacher Ferrari F2002, Fahrgestellnummer 219, ist wirklich etwas Besonders. Er ist eines der letzten von Rory Byrne entworfenen Fahrzeuge der V10-Ära und war wie eine Lenkwaffe, als er auf dem Weg zu einer Meisterschaft, die durch bloße Dominanz im Rennsport gewonnen wurde, Siege erzielte", sagt Oliver Camelin, Autoexperte bei RM Sotheby's. "Infolgedessen bleibet es eines der dominierendsten Formel 1-Rennautos der Geschichte und wird [bei der Auktion] den ultimativen Ferrari-Supersportwagen F40 in nahezu neuwertigen Zustand ergänzt."
Außer den beiden Ferraris werden bei der Auktion im November auch Wagen der Marken Porsche, Lamborghini und Rolls-Royce angeboten.



