Skulptur in Neuseelands Hauptstadt erschreckt Passanten

Seit Mitte August blickt die Skulptur "Quasi" vom Dach einer Galerie auf die Einwohner von Wellington hinab. Deren Herzen konnte das ungewöhnliche Werk noch nicht für sich gewinnen.

Skulptur in Neuseelands Hauptstadt erschreckt Passanten

Der Guardian bezeichnet sie als "monströs" - jene fünf Meter hohe Skulptur, die mit Hilfe eines Hubschraubers auf dem Dach der City Gallery in Neuseelands Hauptstadt Wellington platziert wurde.

Doch was macht Quasi eigentlich so fürchterlich? Viele irritiert die hybride Aspekt der handförmigen Skulptur, deren Handrücken ein maskulines Gesicht ziert. Daraus resultieren weitere Irritationen, da dieses Gesicht einige Betrachter an jenes des amtierenden US-Präsidenten erinnert (eine übrigens nicht geplante Ähnlichkeit). Tatsächlich hat der Erschaffer der Skulptur, Künstler Ronnie van Hout aus Melbourne, mit ihr 2016 teilweise ein Selbstporträt kreieren wollen, für das er Teile seines Körpers scannte. Auf ihrer Website äußerst sich die aktuell "in guten Händen" befindende Galerie: "Es scheint als hätte 'die Hand des Künstlers' ein monströses Eigenleben entwickelt."

Fotos: © City Gallery Wellington
Fotos: © City Gallery Wellington

Die Idee zu Quasi entstand 2011 nach den Erdbeben in Christchurch - Ronnie van Houts Geburtsort. Dort wurde die Skulptur auch zunächst ausgestellt - auf dem Dach der Christchurch Art Gallery. Im August 2019 wechselte Quasi Ort und Dach und beunruhigt seitdem die Bewohner von Wellington. Und das für die nächsten drei Jahre, denn so lange plant die City Gallery Wellington Quasi auf ihrem Dach auszustellen.

An dieser Stelle sollte vielleicht nicht unerwähnt bleiben, dass der Name Quasi vom Künstler selbst stammt und der Skulptur nicht vom irritierten Publikum verliehen wurde, das sie möglicherweise auch mit Victor Hugos Quasimodo assoziiert. Ein Bewohner von Christchurch gab an sich "von dem Typ verurteilt zu fühlen, wenn er jeden Morgen beim Überqueren des Cranmer Squares" daran vorbei komme. Des Weiteren gab er an, die Neuigkeit, dass Quasi nach Wellington umziehen würde, habe ihn mit großer Freude erfüllt. Der Umzug gäbe der Skulptur schließlich die Möglichkeit "in anderer Leute Seelen zu starren".

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