Nach mehreren katastrophalen Restaurierungen in Spanien, die an historischen Kunstwerken nachhaltigen Schaden angerichtet haben, haben Restauratoren und Bewahrer des spanischen Kulturerbes ihre Besorgnis über die unzureichenden Vorschriften auf diesem Gebiet zum Ausdruck gebracht.
Nach einer Skulptur des Heiligen Georg und diversen anderen Kunstwerken, wurde nun ein weiteres Opfer eines Amateurs: Die Hochrelieffigur einer jungen Frau, die seit 1923 Teil des Fassadenschmucks eines Bankgebäudes im nordspanischen Palencia ist, verfügt nun über ein merkwürdiges neues Gesicht.
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Antonio Guzmán Capel, ein ortsansässiger Maler, postete ein Foto des Kunstwerks in den sozialen Netzwerken und fragte dabei nach der Identität der dafür verantwortlichen Person. Es dauerte nicht lange, bis das Foto im Internet für Furore sorgte und damit auch die Aufmerksamkeit der Asociación Profesional de Conservadores Restauradores de España (ACRE) erlangte.
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Die Figur, die Passanten auf der Calle Mayor früher mit einem Lächeln grüßte, ist nicht wiederzukennen mit ihrer gekrümmten Nase und Stirnöffnungen, die die Augen darstellen sollen. Laut ACRE wurde "diese Arbeit nicht von professionellen Restauratoren durchgeführt, sondern von unqualifizierten Leuten, vermutlich Maurern".

Bezeichnungen wie "Kartoffelkopf" oder "Cartoon-Figur" kursieren bereits im Internet. Und auch wenn die ganze Sache durchaus einen komischen Charakter hat, demoralisiert sie doch die Experten, die, wieder einmal, die Behörden beschwören, zukünftige Restaurierungen zu überwachen. Nach der momentanen Gesetzeslage in Spanien ist es einfach jedem erlaubt, Restaurierungsmaßnahmen an einem alten Kunstwerk vorzunehmen, auch wenn diese es vielleicht dauerhaft zerstören.
Obwohl, oder gerade weil, die Geschichte bereits weltweit die Runde gemacht hat, bleibt die Identität der verantwortlichen Person weiterhin unbekannt.
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