Das Stuttgarter Auktionshaus Eppli hat sich diesen Monat die Versteigerung von Offerten voller Highlights und Raritäten auf die Fahnen geschrieben.
Bereits am 11. September findet bei Eppli im Stuttgarter Königsbau die Auktion „Luxus aus Privatbesitz“ mit begehrten Taschen und Accessoires statt.

Als Top-Los kommt eine limitierte Kelly Bag zum Aufruf, die aus der diesjährigen Kollektion stammt. Sie ist so neu, dass sogar die Hardware noch von Folie geschützt wird! Während außen schwarzes und dunkelblaues Epsom-Leder einen eleganten Anblick bieten, erstrahlt das Innenleben der Tasche in einem leuchtenden Blauton.

Der Verschluss seiner legendären Kelly Bag inspirierte Hermès zu Armreifen aus Krokodilleder oder Edelmetallen. Die vorliegende Variante besteht aus Roségold und ist mit 61 Diamanten besetzt.

1921 tauchte in einer Werbeanzeige von Louis Vuitton erstmals die Figur Le Groom auf. 2013 griff das Unternehmen diesen Hotelboy wieder auf und brachte zu Weihnachten eine limitierte Edition als VIP-Geschenk heraus. Die Le Groom Bell Boy Doll wurde dabei in seiner Funktion als Kofferträger von den beiden Louis Vuitton-Taschenklassikern Keepall und Steamer Bag im Kleinformat begleitet.
Am 25. September präsentiert Eppli zwei Auktionen in seiner Dependence in Leinfelden-Echterdingen. Am Vormittag stehen zunächst Kunst und Kunsthandwerk sowie Bücher, Spielzeug, Wein und Möbel auf dem Programm.

Hier begegnen wir einem Aktgemälde von A. R. Penck, das sich sehr von den Werken unterscheidet, die man sonst von dem Künstler kennt. Aufgrund der grafischen Bildzeichen und Strichmännchen, die viele seiner Arbeiten bevölkern, wurde Penck auch als „Höhlenmaler“ bezeichnet. Laut dem beiliegenden Privatgutachten von 2013 befand sich das Aktgemälde eines im Besitz von Jörg Immendorff.

1956 gab Richard Hamiltons Collage Just what is it that makes today's homes so different, so appealing? den Startschuss für die Pop Art. Hamilton verwendete für seine Werke oft Plakate, Werbung oder Fotografien. Für die vorliegende Arbeit griff er 1971 auf ein Standbild aus dem Film White Christmas von 1954 zurück, das er mit den Umkehrfarben eines Farbnegativs in I'm dreaming of a black Christmas verwandelte.

Auch ältere Kunst hat ihren Weg in die Auktion gefunden, wie beispielsweise Fischer bei ihren Segelschiffen am Strand des niederländischen Malers Hermanus Koekkoek der Ältere von 1868. Das Motiv mit Seeleuten bei der Arbeit war typisch für Koekkoek, der sich neben Landschaften auch auf die Marinemalerei spezialisiert hatte.

Unter den Möbelstücken der Offerte muss zunächst auf diese interessante Etagere aus Nussbaum und Mahagoni von Louis Majorelle hingewiesen werden. Sowohl die Schnitzereien des dunklen Rahmens, als auch die Intarsien an den beiden Türen zeigen Blumen bzw. eine Parklandschaft.

Das auf den Jugendstil folgende Art déco wirkt auf den ersten Blick plakativ und schnörkellos. Erst bei näherer Betrachtung fällt einem so manches Detail ins Auge. Das ist auch der Fall bei diesem französischen Schreibtisch, dessen Schubladengriffe florale Motive zieren.
Am Nachmittag folgt eine Münzauktion, die so manche historische Rarität im Angebot hat, darunter diese offizielle Medaille für die Hinterbliebenen der Besatzungsmitglieder des Luftschiffes LZ 129 Hindenburg, die bei dem Unglück am 6. Mai 1937 in Lakehurst, New Jersey ums Leben gekommen waren. Die vorliegende Medaille erinnert an den Obersteuermann Ernst Huchel (1906-1937).

Die bronzenen Gedenkmedaillen waren vom Bildhauer und Medailleur Max Esser (1885-1945) entworfen und von der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer in Brandenburg ausgeführt worden.

Ein weiteres sehr außergewöhnliches Stück kommt mit diesem silbernen Deckelportal aus dem Jahr 1901 zum Aufruf. Statt eines klassischen Pokals haben wir hier ein naturalistisch mit Blättern und Blüten gestaltetes Stück vor uns. Ein besonderer Hingucker ist vor allem der dünne Stiel in Form eines Zweiges, der den innen vergoldeten Kelch trägt.

Neben Historika kommen in der Auktion natürlich auch Münzen zum Aufruf. Eine davon ist dieses äußerst seltene 3 Rubel-Stück aus Platin, das 1828 unter Zar Nikolaus I. von Russland geprägt wurde.

Hochinteressant ist auch dieses Los mit 43 Goldmünzen, die die Porträts von europäischen Kaisern und Königen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts tragen. Vertreten sind u. a. Wilhelmina der Niederlande, Oskar II. von Schweden, Louis Philippe I. von Frankreich und Queen Victoria.
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