Wie mehrere Medien berichten, ist es in Kanada zu einer spektakulären und historischen Wiederentdeckung gekommen: In einem Bankschließfach befand sich demnach eine Vielzahl an Juwelen aus dem Besitz des ehemaligen österreichischen Kaisergeschlechts Habsburg-Lothringen, allen voran der Florentiner, ein gelber Diamant von 137,5 ct, um dessen Verbleib seit dem Ersten Weltkrieg viel spekuliert wurde.
Die geläufigste Theorie besagte, dass der Florentiner und weitere Juwelen vom letzten Kaiserpaar, Karl I. und Zita, 1918 in die Schweiz gebracht wurden. In der Folge soll ein Betrüger sie 1922 in seinen Besitz gebracht haben und mit ihnen verschwunden sein. Durch die jetzige Wiederentdeckung ist diese Theorie natürlich obsolet.
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Nach dem Tod des abgedankten Kaiser Karl I. im April 1922 blieb dessen Witwe mit acht Kindern zurück. Nach mehreren Stationen in Europa zogen sie 1940 nach Kanada, wobei die älteren Kinder schließlich in die USA gingen. 1953 kehrte Zita nach Europa zurück. Dass sie die besagten Juwelen und vor allem den Florentiner mit nach Kanada genommen und dort gelassen hatte, wurde laut ihrem Enkel Karl Habsburg-Lothringen, dem jetzigen Chef des Hauses, erst vor wenigen Jahren im engsten Familienkreis bekannt. Demnach hatte Zita verfügt, dass der Verbleib der Juwelen nicht vor dem 100. Todestag ihres Mannes bekannt werden dürfe.
Der bedeutende Schatz soll vorerst in Kanada bleiben und dort demnächst in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.


