Vom 28. Februar bis 4. März kommen bei der Teutoburger Münzauktion über 4.000 Lose mit Raritäten und gesuchten Sammlerstücken aus den Bereichen Numismatik und Philatelie zum Aufruf.
Unter den rund 540 Briefmarken, die am 3. März von 14-18 Uhr zum Aufruf kommen, ist vor allem auf eine Marke aus der Kategorie „Deutsche Auslandspostämter und Kolonien“ hervorzuheben.
1870 wurde im damaligen Konstantinopel (heute Istanbul) eine erste deutsche Poststelle eröffnet, die im Jahr darauf von der Deutschen Reichspost übernommen wurde und bis 1914 bestand. Im Laufe der Zeit wurden im gesamten Osmanischen Reich weitere Postämter eingerichtet und ab 1884 wurden vom „türkischen Ableger der deutschen Post“ eigene Briefmarken herausgegeben.

Eine davon war das vorliegende Exemplar von 1903, bei dem es sich um eine der seltensten Marken der deutschen Auslandspostämter handelt (insgesamt wurden nur 60 Stück in zwei Typen gedruckt). Bei der Teutoburger Münzauktion kommt die Marke, eine Urmarke der Type I, in vorzüglichem und nahezu postfrischem Zustand zum Aufruf. Auf ihr abgebildet ist die Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals an der Schlossfreiheit in Berlin im Jahr 1897. Anlass für die Errichtung der Reiterstatue Kaiser Wilhelms I. (1797-1888) war dessen 100. Geburtstag.
Nicht minder selten ist dieser 1.000-DM-Schein von 1991, der am 4. März in der Banknoten gewidmeten Auktion zum Aufruf kommt, die um 10 Uhr beginnt.

Wie die roten Überdrucke deutlich zum Ausdruck bringen handelt es sich bei dem Schein mit den „Märchenbrüdern“ Wilhelm und Jacob Grimm auf der Vorder- und der Königlichen Bibliothek in Berlin auf der Rückseite um ein Muster. Erstmals herausgegeben wurde der 1.000-DM-Schein am 27. Oktober 1992.
Während die Banknotenauktion den Abschluss der Auktionsreihe darstellt, ist die Münzauktion „Geprägtes Gold“ am 28. Februar ihr Anfang. Auf rund 500 Lose darf hier ab 13 Uhr mitgeboten werden.

Zu den Highlights gehört hier eine goldene Deutsche Reichsmünze à 20 Mark mit dem Profilbildnis Georgs II., der von 1866 bis 1914 über das Herzogtum Sachsen-Meinigen herrschte und viele Reformen in seinem Kleinstaat durchführte. Für einen Skandal sorgte Georg, als er 1873 die Schauspielerin Ellen Franz heiratete, mit der ihn seine Liebe zum Theater (Georg wurde auch der „Theaterherzog“ genannt, verband.
Nachdem am 1. März ab 9 Uhr zunächst Münzen aus China und Südostasien sowie antike und ausländische Prägungen auf dem Programm stehen, darf ab 13:30 Uhr auf numimatische Schätze Altdeutschlands, des Römisch-Deutschen Reichs sowie weitere ausländische Münzen mitgeboten werden.

Als Top-Los der gesamten Auktionsreihe kommt hier dieser Löser zu 4 Taler zum Aufruf, der 1639 unter Friedrich IV., Fürst von Lüneburg geprägt wurde, der im Harnisch mit großer Halskrause dargestellt ist. Die Münzmeistersignatur weist Henning Schreiber als ausführenden Münzer aus. Die Münze ist von größter Seltenheit (Wertpunze fehlt) und stellt ein prachtvolles Schaustück in außergewöhnlicher Qualität dar.

Auch dieser Reichstaler von 1585 zählt zu den Prachtstücken der Offerte. Im Profil darf auf ihm der 1575 zum König von Polen und Litauen gewählte Stephan Báthory bewundert werden, der die Insignien seiner Macht trägt. Báthory wurde auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens, damals Ungarn, geboren und war der polnischen Sprache Zeit seines Lebens nicht mächtig.
Am 2. März stehen um 9 Uhr weitere Münzen Altdeutschlands sowie Reichskleinmünzen auf dem Programm, gefolgt von einer Offerte mit Reichssilbermünzen und Proben um 13:30 Uhr.

Hier kommt eine Münze der Weimarer Republik zum Aufruf, die ihren Wert seit ihrer Prägung im Jahr 1924 deutlich gesteigert hat. Die sehr seltene messingfarbene 50-Reichspfennig-Münze kommt nämlich für eine fünfstellige Summe zum Aufruf.
Abgerundet wird das Angebot am 3. März ab 10:30 Uhr mit Sammlungen, Orden, Militaria und weiteren spannenden Objekten.
Die Versteigerungen finden bei der Teutoburger Münzauktion, Brinkstraße 9, in Borgholzhausen statt. Vorbesichtigungen sind dort nach Voranmeldung möglich.
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