Was könnte ein 10-jähriger möglicherweise antworten, wenn man ihn fragt, was er sich zum Geburtstag wünscht? Eine potenzielle Antwort lautet: "Ich möchte nach Hogwarts". Obwohl ich mittlerweile weit über 10 Jahre alt bin, ist dieser Wunsch in mir noch immer springlebendig.
Nun ist es doch eher unwahrscheinlich, dass dieser Wunsch jemals in Erfüllung gehen wird. Was ist also die nächstbeste Option? Der Besitz eines Harry-Potter-Sammlerstücks, das ein kleines Vermögen wert ist. Nur wenige zählen zu deren glücklichen Besitzern. Die magischen Geschichten dahinter gibt's allerdings gratis.
Platz 7: 8.200 Euro für Harry Potters Zulassungsbestätigung für Hogwarts

Komplett mit dem Hogwarts-Siegel aus rotem Wachs (im Gegensatz zu den vielen gedruckten Versionen, die in der Szene verwendet wurden), wurde dieser Umschlag mit dem passenden Brief in Chris Columbus' erstem Harry Potter-Film Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) verwendet.
Der Auftritt erfolgte in jener Szene, in der die magische Eulenpost den Dursley-Haushalt mit Briefen überschwemmte, um Harry Potter, trotz Onkel Vernons gegenteiliger Bemühungen, über seine Aufnahme in der Zauberschule Hogwarts zu informieren.
Der grün beschriftete Umschlag besteht aus marmoriertem Papier. Das erste Mal wurde er auf einer Wohltätigkeitsauktion angeboten. Später, am 27. September 2016, wurde er beim Film-Memorabilia-Spezialisten Prop Store Auctions für 9.100 USD verkauft. Die ursprüngliche Schätzung hatte bei 4.000-6.500 USD gelegen.
Platz 6: 19.000 Euro für den Leinenmantel von Sirius Black (dargestellt von Gary Oldman)

Ein weiteres hochkarätiges Objekt aus einem der Filme ist der Leinenmantel mit Wildlederkragen und Holzknöpfen (sowie Tintenflecken und Tränen), den Gary Oldman als Sirius Black im dritten Film Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) getragen hat. 2007 wurde das gute Stück bei Bonhams für 13.000 GBP verkauft.
Platz 5: 17.800 Euro für Harry Potters Brille

Eine Brille aus Metalldraht mit runden klaren Gläsern, die Daniel Radcliffe für seine Titelrolle in Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) auf der Nase getragen hat, wurde am 16. Dezember 2015 bei Julien's Auctions für 20.000 USD versteigert.
Es handelte sich um eine von mehreren für den Film hergestellte schwarze Brillen ohne Nasenpads. Das Rekordexemplar stammt aus der Sammlung des Brillenherstellers Simon Murray.
Weniger prominente aber dafür elegantere Brillen gibt es hier.
Platz 4: 23.500 Euro für das Bettelarmband Lumos Maxima aus Sterling Silber

Basierend auf Entwürfen der Autorin J.K. Rowling, die es zur Unterstützung ihrer Kinderhilfsorganisation Lumos kreiert hatte, wurde das einzigartige Bettelarmband von Hamilton & Inches, dem führenden Juwelier und Silberschmied Schottlands, hergestellt und am 10. Dezember 2013 bei Sotheby's für 20.000 GBP verkauft.
Die Charms bestehen aus Harry Potters Blitznarbe, seiner Brille und seinem Besen, dem Goldenen Schnatz, dem Dunklen Mal (Totenschädel mit Amethystaugen), einem Slytherin-Medaillon, einem geflügelten Schlüssel, dem Buch The Tales of Beedle the Bard, dem Sprechenden Hut, dem Symbol der Heiligtümer des Todes sowie dem Logo von Lumos. Als Verschluss dient ein Zauberstab.
J.K. Rowling bemerkte, dass "der kostbarste Anhänger des Objekts ein kleiner Schmetterling ist, bei dem es sich um das Logo von Lumos handelt, das mit Mondsteinen und Amethysten strahlt - ein Symbol für Verwandlung und Befreiung, für die Schönheit, die aus der Dunkelheit entstehen kann".
Platz 3: 149.300 Euro für eine Erstausgabe von Harry Potter and the Philosopher's Stone von 1997

Am 4. Dezember 2018 fiel der Hammer bei Christie's im New York bei 162.500 USD und diese seltene signierte Erstausgabe von Harry Potter and the Philosopher's Stone hatte einen neuen Besitzer. Ein hervorragendes Ergebnis, vor allem wenn man bedenkt, dass das Ergebnis 261% über der ursprünglichen Schätzung lag.
Die Geschichten um den jungen Zauberer Harry Potter haben die Welt mittlerweile im Sturm erobert. Als das erste Buch auf den Markt kam, war die Erfinderin und Autorin J.K. Rowling jedoch noch völlig unbekannt. Die erste Auflage bestand aus gerade einmal 500 Exemplaren, von denen 300 an Büchereien gingen. Das vorliegende Exemplar wurde von Rowling bei einer Autogrammstunde bei Harrods signiert.
Auch weniger gut erhaltene und nicht signierte Exemplare der ersten 500 erzielen Höchstpreise auf dem Auktionsmarkt. So wurden im Mai 2019 bei Forum Auctions in London beachtliche 28.000 GBP für ein Büchereiexemplar erzielt, das mit einem Barcode-Aufkleber versehen und mit Leihstempeln übersät war und dessen Erhaltungszustand diverse Risse und Abplatzungen des Einbandes beinhaltete.
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Platz 2: 328.500 Euro für J. K. Rowlings Harry Potter-Stuhl

Seit April 2016 darf der neue Besitzer auf dem Stuhl, auf dem J.K. Rowling saß, um die ersten beiden Harry-Potter-Romane zu schreiben, Platz nehmen. Für dieses Privileg musste er bei Heritage Auctions in New York "nur" 394.000 USD hinblättern.
Der Stuhl wurde von Rowling handbemalt, u.a. mit dem Satz "O you may not find me pretty, but don't judge on what you see" ("O du findest mich vielleicht nicht hübsch, aber urteile nicht über das, was du siehst"), was eingefleischte Harry-Potter-Fans selbstverständlich umgehend als den allerersten Satz des Sprechenden Huts identifiziert haben dürften. Weitere Beschriftungen lauten: "I wrote Harry Potter while sitting on this chair" ("Ich schrieb Harry Potter, während ich auf diesem Stuhl saß") und "Gryffindor". Außerdem ist eine Signatur von Rowling zu sehen sowie diverse Blitze.
Rowling bemerkte, dass sie sehr traurig über den Weggang des Stuhls gewesen sei, ihr Rücken jedoch nicht.
Platz 1: 433.000 Euro für eine der sieben handgeschriebenen Ausgaben von The Tales of Beedle the Bard von 2007

Auch wenn man glauben mag, dass die Welt des Harry Potter von absolut unschätzbarem Wert ist, gelten letztendlich auch hier die Gesetze des Geldes. Bei dem teuersten Stück dieses Ranking handelt es sich um eines von nur sieben von Rowling handgeschriebenen und -illustrierten Exemplaren von The Tales of Beedle the Bard ("Die Märchen von Beedle dem Barden"). Am 13. Dezember 2016 wurde es auf einer Wohltätigkeitsauktion bei Sotheby’s für 368.750 GBP verkauft.
Es war das erste Mal, dass eines dieser Manuskripte auf dem Auktionsmarkt angeboten wurde und sein hoher Preis zeigt, dass es sich um ein bedeutendes Stück des Harry-Potter-Universums handelt, vor allem, wenn man auch die Arbeit, die dahinter steckt, berücksichtigt: Es umfasst 155 Seiten mit 6.000 Wörtern und 17 Abbildungen.
Das Buch wurde dem Harry-Potter-Verleger Barry Cunningham am Tag vor der Wohltätigkeitsauktion bei Sotheby's per Eulenpost... ach nein, per Kurier zugestellt. Der entsprechende Umschlag war Teil des Auktionsloses. Die übrigen sechs Empfänger wurden nie offiziell genannt. Der amerikanische Verleger von Rowling, Arthur A. Levine, stellte sein Exemplar (Nummer 5) allerdings im Dezember 2018 in der New York Public Library aus.
Jedes der sieben Exemplare wurde von Hamilton und Inches auf einzigartige Weise verziert - inspiriert von einem alten italienischen Gebetbuch - und mit verschiedenen Arten von Edelsteinen besetzt. Das vorliegende Exemplar trägt sieben Rhodochrosite. Am Ende des Bandes notierte die Autorin, dass diese Steine „traditionell mit Liebe, Ausgeglichenheit und Freude im täglichen Leben verbunden sind“.
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