Am 26. März versteigert das Wiener Auktionshaus Amadeus Auction online mehr als 140 Lose mit zeitgenössischer Kunst. Die Offerte setzt sich aus Gemälden, Grafiken und Skulpturen österreichischer und internationale Künstler zusammen, von denen wir Ihnen im Folgenden einige vorstellen möchten.

Von Helmut Leherb kommt eine titellose Lithografie auf Papier mit persönlicher Widmung des Künstelrs aus dem Jahr 1973 zum Aufruf. Leherb war ein Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus und hatte bei deren Gründer Albert Paris Gütersloh an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studiert.
Mit den Phantastischen Realisten Wiens eng verbunden war Rudolf "Rudi" Rappold, von dem in der Auktion eine Hommage an seine Ehefrau, die australische Künstlerin Vali Myers, vorliegt. Das in Mixtechnik auf Papier ausgeführte Bild von 1971 entstammt der "Hundertwasser Periode" Rappolds.

Ebenfalls aus dem Jahr 1971 stammt das in Öl auf Karton ausgeführte Selbstportrait der 1934 in Wien geborenen Künstlerin Erika Kornmesser.

Jener Dekade treu bleibt die Offerte auch mit Zentrale Komposition (1974) von Mario Decleva. Dabei handelt es sich um das letzte große Ölgemälde des Künstlers, der sich darin noch einmal einer neuen Farbpalette zuwandte. Wieder aufgegriffen hat er jedoch das Motiv des Tores, mit dem er sich seit den 1960er Jahren beschäftigte.

Fünfmal in der Auktion vertreten ist Rainer Stern, der den Stil von Renaissance- und Barockkünstlern wie Dürer, Rubens und Giotto für die heutige Zeit neu interpretierte und durch Elemente des Symbolismus ergänzte.

Auch der in Klagenfurt geborene Künstler Peter Kohl ist in der Auktion mehrfach anzutreffen - mit Arbeiten in dem für ihn typischen Graffiti-Stil, darunter das in Mischtechnik auf Leinen ausgeführte Werk Rattenvirtuose von 2019.

Neben den österreichischen Künstlern sind auch deren international Kollegen gut vertreten. Der Blick ins Nachbarland Deutschland führt uns zunächst zur Fotokünstlerin Stefanie Schneider, die in einer titellosen Arbeit aus dem Jahr 1999 ein weiteres Mal einen flirrenden Hollywoodtraum in Szene setzte.

Freunde des Informel dürfen sich über die Arbeit von Bernard Schultze freuen. Schultze war ein bedeutender Vertreter jener Kunstrichtung, der er seinen persönlichen abstrakten Stil beizumengen verstand. Die oftmals der der Natur entnommenen, aber dennoch frei gestalteten Formen, bieten dem Betrachter individuelle Interpretationsmöglichkeiten. Verstreute Rätseldinge ist ein hervorragendes Beispiel dafür.

Der Brite Damien Hirst gilt als einer der bekanntesten aber auch umstrittensten Künstler der Gegenwart. Betrachtet man das als Motiv dieser Fotografie dienende Kunstwerk Hirsts (Away from the Flock), versteht man vielleicht auch warum. Die Fotografie trägt eine eigenhändige Widmung sowie die Signatur des Künstlers.

Wenden wir uns abschließend noch der Pop Art zu. Zunächst mit dem britischen Künstler, von dem drei Farbserigrafien mit dem Titel Conjunctions zum Aufruf kommen.

Auf der anderen Seite des Atlantiks geht es weiter mit dem Bildhauer George Segal, der ab den 1960er Jahren damit begann, die Pop Art durch seine Gipsfiguren, die er häufig mit Alltagsgegenständen kombinierte, zu bereichern.

Abschließend treffen wir noch einen der bekanntesten Künstler der Pop Art: Roy Lichtenstein und dessen Comic-Stil. Dieser kam natürlich auch in der vorliegenden Farblithografie Figures with rope zum Einsatz, die 1978 in nur 38 Exemplaren gedruckt wurde.
Die Onlineauktion mit zeitgenössischer Kunst von Amadeus Auction beginnt am 26. März um 16 Uhr.


