Mit einer gewohnt abwechslungsreichen Offerte wird das Auktionshaus Satow am 20. März Kunst- und Antiquitätensammler erfreuen. In mehr als 1000 Losen kommen Gemälde, Skulpturen, Schmuck, Möbel und vielseitiges Kunsthandwerk zum Aufruf.

Unser erstes Highlight, das wir Ihnen an dieser Stelle nennen möchten, entführt uns in das Zeitalter des Barock um 1700. Das Motiv des flämischen Gobelins aus Wolle und Seide reicht jedoch noch viel weiter zurück, handelt es sich doch um eine Darstellung des griechischen Mythos um Kallisto, eine der Nymphen der Jagdgöttin Diana. Auf den ersten Blick glaubt man auch, die beiden weiblichen Wesen vor sich zu haben. Doch tatsächlich hat der in dieser Hinsicht nie um einen Plan verlegene Zeus die Gestalt der Diana angenommen, um Kallisto „verführen“ zu können. Die tatsächliche Identität der durch die Mondsichel gekennzeichnete Jagdgöttin wird durch den Adler mit dem Blitzbündel in der unteren linken Ecke angedeutet.

So aufwändig wie die Blumenbordüre des Gobelins wurde auch das Dekor aus Intarsien an dieser holländischen Kommode gestaltet. Das um 1780 geschaffene Möbelstück aus Nussbaumfurnier zieren Einlegearbeiten, die Musikinstrumente, Blumen und Insekten darstellen.

Aus derselben Epoche wie die Kommode stammt dieses Zylinderbureau aus Nussbaum und Obstholz, Neben den Intarsien auf der Zylinderklappe dienen feine Schnitzarbeiten als Verzierung.

In der Porzellan-Offerte muss auf ein großes Speiseservice für 12 Personen hingewiesen werden. Das 52-teilige Service der Form Neuer Ausschnitt mit Streublumendekor wurde im späten 19. Jahrhundert in der Manufaktur Meissen ausgeführt.

Edles für die Tafel findet sich auch in der Kategorie „Silber und Versilbertes“: ein Silberbesteck von Georg Jensen mit dem Dekor Regence. Da es ebenfalls für 12 Personen gedacht ist, schlägt man hier am besten gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Auch eine innen vergoldete Silberdose, die um 1920 in Frankreich angefertigt wurde, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Die ovale Dose ist außen sehr fein mit hellblauem Transluzidemaille verziert.
Die Farbe Blau steht ebenfalls bei diesem Armreif, der eines der Highlights der Schmuck-Offerte ist, im Mittelpunkt. Denn es sind nicht die 68 Brillanten, die hier die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern die 19 facettierten Blautopase.

Ein weiteres schönes Stück für das Handgelenk ist dieses Art déco-Armband aus Platin, dessen Schauseite vollständig mit Diamanten, teilweise im Brillantschliff, und einem Onyxplättchen besetzt ist.
Als sehr hochwertig und dekorativ lässt sich dieses Schmuckset aus Gelbgold beschreiben, das sich auch einem Collier, einem Paar Ohrstecker und einem Ring zusammensetzt. Alle Diamanten wurden im Princess-Cut geschliffen.

Diesen gelbgoldenen Anhänger ziert eine weltbekannte Signatur: Tiffany. Mit schönem Farbspiel glänzt darauf einer großer ovaler Opal von 2,7 x 2,3 x 1,15 cm.
Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die Gemälde der Auktion, die Werke des 19. Jahrhunderts genauso umfassen wie moderne und zeitgenössische Arbeiten.

Nachdem er sich erst mit Hafenansichten beschäftigt hatte, begann sich das Interesse von Leonhard Sandrock zunehmend auf den Bereich „Industrie“ zu verlagern. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg erhält er den Auftrag, die Stahlwerke in Westfalen und Schlesien zu malen. Als einen von Impressionismus geprägten Maler faszinieren ihn dabei vor allem die einmaligen Lichtverhältnisse an den Hochöfen und den weiteren Vorrichtungen, die das glühende Metall in den dunklen Werkshallen in Form bringen.

Dass Kreativität oft weitervererbt wird, zeigt sich am Beispiel des Dichters und Schriftstellers Christian Morgenstern, der einer Künstlerdynastie entstammte. In der März-Auktion in Satow kommt ein Gemälde seines Großvaters Christian Ernst Bernhard Morgenstern zum Aufruf. Morgenstern war ein früher Vertreter des Realismus in Deutschland, der es verstand, eine bestimmte Stimmung mit all ihren Aspekten einzufangen, so auch im vorliegenden Werk Stürmischer Tag.
Die Versteigerung findet am 20. März um 11 Uhr im Auktionshaus Satow statt. Da auf ein Saalpublikum verzichtet werden muss, sind schriftliche und telefonische Gebote sowie Onlinegebote mehr als willkommen.


