Bald ist es wieder soweit und die Uppsala Auktionskammare präsentiert ihre internationale Qualitätsauktion. Vom 9. bis 11. Dezember kommt eine vielfältige Auswahl mit Kunst, Antiquitäten, Silberwaren, Accessoires und Textilien.

Klassische Kunstwerke stammen von schwedischen Meistern wie Carl Larsson, Ernst Josephson und Jenny Nyström sowie von deren internationalen Kollegen, darunter Yegorovich Sverchkov, Peter Paul Rubens und Gasparo Lopez.

Was die Umgebung von Dalarna für Carl Larsson und Anders Zorn war, war Norrland für Helmer Osslund. 1898 entdeckte er die dortige Natur mit ihren Bergen und der Wildnis für sich, die zum Ausgangspunkt für seine Reisen durch die schwedische Landschaft wurde, die er in dynamischen Ansichten festhielt.

Osslund porträtierte die Landschaften in klaren Farben und verwendete oft dasselbe Motiv, das er dann in verschiedenen Versionen umsetzte und im Laufe der Jahre weiterentwickelte. So ist auch der Ångermanälven in mehreren seiner Werke zu finden, von denen das vorliegende hervorgehoben werden muss. Ein anderes Thema, dass in Osslunds Œuvre immer wieder auftaucht, ist der Herbst, seine Lieblingsjahreszeit. Die Farbveränderungen in der Natur inspirierten ihn und unzählige Interpretationen der farbenfrohen Herbsttöne finden sich in seinen Gemälden mit Seen, Küsten, Flüssen und Stromschnellen. Mitte der 1890er Jahre, als er nach Paris reiste, lernte Osslund auf Pergamentpapier zu malen, ein nicht nur erschwingliches, sondern auch leicht zu transportierendes Material. Ångermanälven mot Näsåker, das in der Uppsala Auktionskammare angeboten wird, wurde mit dicken Pinselstrichen auf Pergamentpapier gemalt, das anschließend auf eine Platte gelegt wurde.

Anders Zorn zählte zu den bedeutendsten Künstlern seiner Epoche, der nicht nur den schwedischen König Oscar II. porträtierte, sondern auch den amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt. Von vielen geschätzt, wird er oft mit Meistern wie John Singer Sargent und Giovanni Boldoni verglichen. Nachdem Zorn und seine Frau Emma einige Jahre in Paris gelebt hatten, kehrten sie nach Schweden zurück. 1904 kauften sie dort in der Nähe von Mora ein Stück Land, das sie Gopsmor nannten. Die dortige Abgeschiedenheit ermöglichte es Zorn, ungestört zu arbeiten, was einige seiner bedeutendsten Werke zur Folge hatte. Nachdem er früher hochstehend Personen in luxuriöser Umgebung gemalt hatte, wandte er sich nun gewöhnlichen Menschen in einfachen Häusern zu.

Skala potatis ("Kartoffeln schälen") malte Anders Zorn ganz am Ende seiner Karriere und seines Lebens im Jahr 1920. Mit schnellen Pinselstrichen und einer begrenzten Palette ist es ihm hier gelungen, Wärme, Intimität und unverfälschte Natürlichkeit einzufangen. Es ist wie ein Schnappschuss, bei dem die schöne junge Frau aus Älvdalen von ihrer Arbeit aufblickt und dem Blick des Malers, und damit dem des Betrachters, begegnet. In der Zeitschrift Skansvakten aus dem Jahr 1951 wurde das Gemälde beschrieben: "Im Juni 1920 hatte Hanna Alm aus Evertsberg in einer schönen Älvdaler Tracht für Zorn Modell gestanden. [...] Zunächst in seinem Studio in Mora, wo der große Künstler eine Skizze ihres Kopfes anfertigte, dann in Gopsmor, wo sie zwei Wochen lang eine Stunde am Tag in der Älvdaler Tracht posierte. Zorn war immer meist zufrieden und lustig, manchmal aber auch ungeduldig, wenn Fräulein Alm wegen der Mücken nicht wirklich still zu sitzen vermochte [...]."

Es lange Diskussionen darüber gegeben, wie der alte Markplatz in Halmstad wohl am besten dekoriert werden könnte. 1921 erhielt einer der bedeutendsten Bildhauer Schwedens den Auftrag und fünf Jahre später konnte die Skulptur, die er geschaffen hatte, vor 4.000 erwartungsvollen Zuschauern enthüllt werden: Inspiriert vom Trevi-Brunnen in Rom und der griechischen Mythologie hatte sich Carl Milles für eine Darstellung von Europa und dem Stier entschieden.
Die Bronzegruppe zeigt den Mythos um Zeus, der in Gestalt eines Stiers die phönizische Prinzessin Europa auf die Insel Kreta entführt. Für seine radikale Formensprache wurde Milles zunächst kritisiert, vor allem hinsichtlich der exponierten Körper der Tritonen, die man als unmoralisch und beleidigend betrachtete. Einige meisten sogar, die nackte Prinzessin auf dem Rücken des Stiers sei widerlich. Heute wird Europa und der Stier als eines der bedeutendsten Meisterwerke von Carl Milles betrachtet. Das Original befindet sich noch immer auf dem Marktplatz von Halmsted. Kopien können in Stockholm, an der Cranbrook Academy of Art in Michigan sowie in der University of Tennessee in Knoxville bewundert werden.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Carl Milles DER Bildhauer Schwedens, der zahlreiche Aufträge in seiner Heimat, aber auch im Ausland ausführte. Der Schwerpunkt seiner Inspiration waren oft die antike und die christliche Mythologie und die schwedische Geschichte. Es arbeitete mit schweren und harten Materialien wie Granit und Bronze, die er mit leichten Materialen wie Wasser oder Luft kombinierte, indem er sie in Springbrunnen stellte oder vom Boden hob.

Revolutionäres auf dem Gebiet der Möbeltischlerei in Schweden erreichte Georg Haupt in den fünfzehn Jahren seiner Karriere in Stockholm. Mit seinem Schreibtisch, den König Adolf Friedrich 1770 als Geschenk für Königin Luise Ulrike bei ihm bestellt hatte, hielt der Klassizismus in Schweden Einzug. Auch was Qualität und Innovation betraf, hob Haupt die schwedische Möbelkunst auf ein neues Niveau. Zusammen mit dem Architekten Jean Eric Rehn war Georg Haupt eine der bedeutendsten Figuren des gustavianischen Möbelstils.
Die in der Auktion vorliegende Kommode stammt aus der Zeit um 1777, als Haupt mit seiner Werkstatt Hoflieferant in Stockholm war und auch für den Adel und die gehobene Bürgerschicht arbeitete. Seine Markenzeichen waren reiche Intarsien und eingravierte Details. Die einzelnen Motive verwendete er immer wieder, jedoch stets in neuen Kompositionen.

Ebenfalls Teil der Offerte Anfang Dezember sind rund neunzig Schmuckstücke und Uhren. Letzte stammen von Marken wie Patek Philippe, Omega und Rolex. Unter den Schmucklosen sind vor allem Stücke von Buccellati und Georg Jensen hervorzuheben.

Am 11. Dezember kommt schließlich der Asiatika-Katalog zum Aufruf mit schönen Stücken aus Bronze, Porzellan, Lack, Stoffen und vielem mehr. Ein Teil dieser Offerte stammt aus bedeutenden Privatsammlungen.

Obwohl der Löwe nicht aus China stammt, ist er als Symbol in der chinesischen Ikonographie seit langem von großer Bedeutung. Oft gibt man Statuen ihre Gestalt, was Macht und Ordnung symbolisieren soll. Während der Tang-Dynastie wurde sie jedoch nach und nach mehr zu einem rein dekorativen Motiv. Auch der mythologische Löwenhund wurde zu einem beliebten Motiv, vor allem solche, die mit brokatenen Kugeln spielen. Ein solches Motiv ist in blau und gelb auch auf jener Schale zu sehen, die in der Uppsala Auktionskammare angeboten wird. Die Schalestammt aus dem Besitz des Ingenieurs und Konsuls Arthur Nilsson (1881-1967) und dessen Frau Hill, die von 1904 bis 1920 in Hongkong lebten und dort viele seltene Objekte kauften.
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