„Pecunia maxima“ könnte vielleicht der Zauberspruch lauten, den Harry Potter anwenden würde, um eine kleine Geldsumme in eine große zu verwandeln. In der Welt der Muggel ist es leider nicht so einfach, aus einer kleinen Investition den größtmöglichen Profit herauszuholen. Glück spielt dabei auch gerne eine Rolle.
Und Glück hatte eine 52-jährige definitiv, als sie 1997 in einem Secondhand-Buchladen in London ein relativ unscheinbares Probeexemplar des ersten Bandes einer noch unbekannten Buchreihe kaufte. Zusammen mit zwei anderen Büchern zahlte sie dafür gerade einmal 40 Pence. Ungelesenen und vergessen begleitete sie das Buch bei mehreren internationalen Umzügen bis nach Bologna, wo sie heute lebt. Dort stieß sie eines Abends auf einen Bericht über die hohen Preise, die seltene Harry Potter-Bücher erzielen. Das war der Moment, wo es „Klick“ machte und sie sich mit dem Bücherexperten Jim Spencer von Hansons Auctioneers in England in Verbindung setzte.
Am 26. Februar 2024 kam das seltene und gut erhaltene Probeexemplar von Harry Potter and the Philosopher's Stone (dt. „Harry Potter und der Stein der Weisen") als zweites Los in der „The Library Auction“ von Hansons in Staffordshire zum Aufruf und erzielte 11.000 GBP (14.432 GBP inkl. Aufgeld) – nicht schlecht für eine Investition von 13 Pence.
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Dazu Jim Spencer: „Dieses Buch hatte es verdient, gut abzuschneiden. Mit diesem Probeexemplar begann das Harry Potter-Phänomen. Es ist die allererste gedruckte Version des ersten Potter-Bandes. Auf der Titelseite ist der Name der Autorin fälschlich mit ‚J A Rowling‘ statt ‚J K Rowling‘ angegeben, und auf der anderen Seite mit ‚Joanne Rowling‘. Die Signiertouren der Autorin, die mitternächtlichen Schlangen vor Buchhandlungen, die Filme, die Merchandise-Artikel – all das hat darin seinen Ursprung.“
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Von dem unkorrigierten Probeexemplar wurden 1997 bei Bloomsbury vermutlich um die 200 Exemplare gedruckt und das nun bei Hansons Auctioneers versteigerte war nicht das erste, das auf dem Auktionsmarkt angeboten wurde. Die Preisentwicklung seit 1999 spiegelt dabei die steigende Beliebtheit der Harry Potter-Reihe wider, sodass fünfstellige Summen für das Buch von „J A Rowling’ etwas sind, womit ein kaufwilliger Sammler heute rechnen muss.
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