In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli brachen zwei Diebe in eine Wohnung in der ersten Etage eines Gebäudes im 5. Arrondissement von Paris ein und stahlen acht Kunstwerke sowie Schmuck im Wert von 3.000 Euro. Die Wohnungseigentümerin, eine 75-jährige Britin, schlief während des Einbruchdiebstahls und bemerkte den Schaden erst am nächsten Morgen.
Die Diebe waren durch ein offen stehendes Fenster in die Wohnung gelangt. Dem Wert ihrer Sammlung bewusst, hatte die Eigentümerin ein Alarmsystem installieren lassen, das sie jedoch nicht aktiviert hatte, da sie zuhause war. Die zuständigen Behörden wurden am 28. Juli um 9:27 Uhr informiert.
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Unter den acht vermissten Gemälden befinden sich zwei Kompositionen von Pierre Soulages (*1919), jenem französischen Vertreter der Abstrakten Kunst, der im Dezember letzten Jahres seinen 100. Geburtstag feiern durfte. Aufgrund der seine Kompositionen dominierenden schwarzen Pinselstriche definierte Soulages seinen Stil als l'Outrenoir ("Jenseits von Schwarz"). Fasziniert vom Kontrast und dem Widerspruch von Texturen und Farben, wählte er die Abstraktion, da er, wie er einmal sagte, keinen Sinn darin sähe "den Umweg der Repräsentation zu gehen".
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Im vergangenen November war bei Tajan in Paris ein neuer Rekord für Soulages aufgestellt worden, als eines seiner Gemälde für 9,6 Millionen Euro verkauft wurde.
Die Polizei machte sich sofort auf die Suche nach möglichen Spuren der Diebe und konfiszierte die Überwachungskameras an der Straße. Bislang gibt es keinen Hinweis auf die Täter.
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