Zweimal im Jahr präsentiert das Auktionshaus Probus seine spannenden Versteigerungen. Die nächste steht bereits in weniger als einer Woche an und präsentiert einen tollen Katalog mit historischen Waffen, Uniformen und Orden in mehr als 400 Losen, von denen wir Ihnen einige Highlights nun vorstellen möchten.

Eines davon ist ein deutsches Radschloss-Gewehr, das von Paulus Weller signiert und mit 1657 datiert wurde. Das gravierte und in Hirschhorn geritzte Dekor zeigt Wildschweine und Hirsche. Das Radschloss soll um 1510 in Deutschland erfunden worden sein. Bei Probus werden insgesamt sechs Waffen mit diesem Zündmechanismus angeboten, darunter eine von 1580 sowie eine weitere aus dem 18. Jahrhundert.

Unter den Blankwaffen ist ein persischer Dolch aus dem 19. Jahrhundert hervorzuheben, dessen Griff aus geschnitztem Elfenbein figürliche Szenen widergibt. Der Klingenansatz zeigt teilvergoldete Motive mit wilden Tieren und Blüten, während die Scheide goldene arabische Kalligrafie aufweist.

Bei einem Wakizashi handlet es sich um ein Kurzschwert der japanischen Samurai, das unter anderem für Harakiri, die traditionelle Selbsttötung, verwendet wurde. Das bei Probus angebotene Exemplar aus dem 16. oder 17. Jahrhundert war früher Teil der Sammlung des schwedischen Kunstsammlers Hjalmar Gabrielson (1876-1949), der durch Immobiliengeschäfte in Schweden und Deutschland zu Wohlstand gekommen war.

Ein weiteres Highlight stellt ein schwedisches Kurzschwert aus den 1690er Jahren dar, mit ein Soldat der Armee Friedrichs von Holstein-Gottorf ausgestattet worden war. Friedrich IV. von Holstein-Gottorf kämpfte im Großen Nordischen Krieg auf der Seite Schwedens, Friedrich IV. war der Schwager Karls XII., gegen Dänemark. Er musste sich 1713 jedoch geschlagen geben und das Schwert wurde dänische Kriegsbeute und wurde später im Königliche Dänische Zeughausmuseum in Kopenhagen ausgestellt.

Der schwedische Nordstern-Orden ist ein königlicher Orden, mit dem Mitglieder des schwedischen Königshauses sowie Personen, die sich besonders um Schweden verdient gemacht haben, ausgezeichnet werden. Eine vergoldete und mit Emaille verzierte Ordenskette ist ebenfalls Teil der Offerte. Der Orden war 1748 von König Friedrich I. gestiftet worden.

Knapp 200 Jahre wurde der Leninorden ins Leben gerufen, nämlich 1930. Der nach Wladimir Iljitsch Lenin benannte Orden, war die höchste Auszeichnung der Sowjetunion.

Für weitaus friedlichere Zwecke war im späten 18. Jahrhundert dieses silberne Reisebesteck angefertigt worden, das ein Messer, eine Gabel, einen Löffel sowie weitere Teile umfasst und sein originales Etui dabei hat. Die teilvergoldeten Stücke sind jeweils mit einem eingravierten gekrönten E verziert, das vermutlich auf den Besitzer schließen lässt.

Mit einer japanischen Rüstung aus dem 19. Jahrhundert kehren wir noch einmal ins "Land der aufgehenden Sonne" zurück. Die aus Eisen und lackiertem Leder gefertigte Rüstung umfasst auch einen Kabuto, den traditionellen Helm der Samurai.

Lediglich einen Helm umfasst das letzte Los, das wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen möchten. Dabei handelt es sich um den geschlossenen Helm eines Kürassiers, der im 17. Jahrhundert vermutlich in Österreich angefertigt wurde.
Die Auktion beginnt am 20. April um 11 Uhr. Die Gebotsabgabe ist nur online möglich.
Das auf historische Waffen, Orden, Uniformen und Kunsthandwerk verschiedener Epochen spezialisierte Auktionshaus Probus wurde 2003 von Max Sjöberg und Jörgen Martinson gegründet. Seine Versteigerungen finden zweimal im Jahr statt.
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