Die irakisch-britische Architektin Zaha Hadid (19050-2016) zählte zu den weltweit führenden Persönlichen ihrer Zunft. Mit ihren futuristischen Arbeiten, die von dynamischen Bewegungen, großzügigen Kurven und organischen Strukturen gekennzeichnet sind, revolutionierte Hadid die moderne Architektur. Erfahren Sie nun vier Dinge über die Architektin, die Sie vielleicht noch nicht wussten.
1. Vom Suprematismus inspiriert

Zaha Hadid hatte sich nie einem bestimmten Architekturstil verschrieben, um ihre Kreativität nicht einer einzelnen Bewegung zu unterwerfen. In ihrer Frühzeit ließ sie sich von Kasimir Malewitsch und den russischen Suprematisten inspirieren. Hadid war begeistert von Maliwitschs Œuvre, dessen Hauptcharakteristika geometrische Muster und eine dynamische Energie waren. Indem sie die Grenzen der Architektur erweiterte, untersuchte ihr Frühwerk deren Potenzial für Dynamik und Verzerrung – so wie Malewitsch es in seinen Werken getan hatte.
2. Keine rechten Winkel
Das Hauptcharakteristikum von Hadids Architektur ist jedoch die Krümmung. Die Gebäude, die sie entwarf, waren organisch und vermittelten den Eindruck sich in Bewegung zu befinden. Dies wurde zu ihrem Markenzeichen und brachte ihr den Spitznamen "Queen of the Curve" ("Königin der Kurve") ein. Hadid liebte gewellte Formen, Kurven und diagonale Linien so sehr, dass sie nie ein Gebäude mit rechten Linien entwarf. Ihr Lehrer, der Architekt Elia Zenghelis, sagte, sie sei "die Erfinderin der 89 Grad" gewesen, denn "nichts wurde mit 90 Grad geschaffen".

Ein Beispiel dafür ist das Heydar Aliyev Centre in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Das monumentale Gebäude wurde so entworfen, dass es wie eine Welle erscheint, die über dem Boden hinausragt. Das Material, glasfaserverstärktes Polyester, lässt das Äußere formbar erscheinen. Zudem sollte die Konstruktion sowohl eine Reaktion auf die Stadtarchitektur der Sowjetzeit, als auch auf die traditionelle Aseri-Architektur darstellen.
3. Eine Pionierin der modernen Architektur

Während ihrer gesamten Karriere sah sich Zaha Hadid aufgrund ihrer radikalen Ideen, aber auch wegen ihres Geschlechts, immer wieder mit Widerspruch und Kritik konfrontiert. Sie vermutete, dass ihre von Männern dominierte Profession noch nicht bereit war für eine talentierte Frau. Doch Dank ihrer Hingabe und ihrer herausragenden Arbeit schaffte sie es, zu einer der weltweit führenden Architektinnen zu avancieren.
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Für ihre architektonischen Meisterwerke wurde Hadid mehrfach ausgezeichnet. 2004 wurde sie zur ersten Frau, die den renommierten Pritzker Prize erhielt, sechs Jahre später nahm sie auf der Forbes-Liste der 100 einflussreichen Frauen Platz 69 ein.
4. Sie designte auch Möbel

Zaha Hadid arbeitet jedoch nicht nur als Architektin, sondern auch als Innen- und Möbeldesignerin. 2012 entwarf sie in Zusammenarbeit mit der David Gill Gallery in London die Liquid Glazial-Serie, die aus Tischen und Stühlen aus klarem oder bunten Acryl besteht. Genau wie bei ihren architektonischen Arbeiten, dehnte Hadid auch dabei die Grenzen von Material und Form aus. Die gebogenen Formen der Serie imitieren schmelzendes Gletschereis. Ein Tisch dieser Serie war 2018 bei Sotheby's für beeindruckende 300.000 USD (264.900 Euro) verkauft worden.




