In London befinden sich einige der bedeutendsten Kunstmuseen und Galerien der Welt, deren Werke von den vielen Besuchern, die jedes Jahr in die Stadt strömen, bewundert werden. Doch auch die Stadt an sich hat immer wieder als Motiv gedient. Von Monet bis Canaletto zog es viele Künstler nach London, um sich inspirieren zu lassen. Entdecken Sie nun sieben Gemälde Londons, die die pulsierende Stadt aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln einfangen.
7. Stephen Lowry, Piccadilly Circus, London

Piccadilly Circus, London ist eine der berühmtesten zeitgenössischen Darstellungen der Stadt. Stephen Lowry fing die Geschäftigkeit der heutigen Stadt ein, mit den Werbetafeln und frustrierenden Verkehrsstaus. Es sind die von Lowry eingefügten Kleinigkeiten, die das Werk so besonders und charmant machen: Von Hunden beim täglichen Gassigehen bis hin zu Passanten, die sich zwischen den Fahrzeugen hindurchschlängeln.
6. Camille Pissaro, Fox Hill, Upper Norwood

Camille Pissarro kam 1870 nach London, um dem Deutsch-Französischen Krieg aus dem Weg zu gehen. Dieses schöne Gemälde des winterlich-frostigen Londoner Vororts Hampstead war möglicherweise das erste Werk, das er nach seiner Ankunft malte. Sehr wahrscheinlich entstand das Gemälde en plein air, also unter freiem Himmel, und auch heute noch ist es möglich, genau die Stelle zu finden, an der Pissarro es einst ausführte.
5. John Constable, View of the City of London from Sir Richard Steele’s Cottage, Hampstead

Mit diesem Gemälde fing der gefeierte Künstler John Constable den Blick vom Haverstock Hill in Hampstead ein. Auf der Eton Road rollt eine Kutsche dahin, während in der Ferne die Kuppel der St Paul’s Cathedral zu sehen ist. Constable war in diese Nachbarschaft ganz verliebt und mietete eine Reihe von Häusern bevor er sich in No. 6 Well Walk endgültig niederließ. Seine Familie genoß die saubere, frische Luft, während der Künstler von den Ansichten der City of London inspirieren ließ.
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4. Canaletto, The River Thames with St. Paul's Cathedral on Lord Mayor's Day

Canaletto (Giovanni Antonio Canal) kam 1746 nach London und blieb beinahe zehn Jahre dort, um zu malen. Seine Werke in dieser Zeit malte er hauptsächlich auf venezianischen Leinwänden mit hellgrauem Grund. Es heißt, dass Canaletto sämtliche Leinwände aus Venedig nach London bringen ließ, was ein äußerst teures Unterfangen darstellte. Besagte Leinwände waren jedoch glatter und nahmen die Farbe anders auf. Mit diesem 1746/47 entstanden Gemälde schuf Canaletto eine Szene voller Grandeur. Die breite Themse dominiert die Szene mit Christopher Wrens St Paul’s Cathedral am gegenüberliegenden Ufer. Canalettos Werke waren oft Quelle der Inspiration und wurden in den Jahrhunderten nach ihrem Entstehen immer wieder kopiert.
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3. Claude Monet, Le Parlement, soleil couchant

Den schönen Sonnenuntergang hinter den Houses of Parliament darstellend, ist dies eines der neunzehn bekannten Gemälden, die Claude Monet von dem Regierungsgebäude malte. Heute werden die Gemälde dieser Serie in den bedeutendsten Museen der Welt aufbewahrt, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York, das Musée d’Orsay in Paris und das Puschkin-Museum in Moskau. Die Inspirationsquelle für diese Version war die Schönheit der atmosphärischen Effekte während der Dämmerung. Monets Serie umfasst zweifellos einige der schönsten und berühmtesten Darstellungen Londons.
2. André Derain, Londres: Le Quai Victoria

Dieses Gemälde entstand in London, als sich die Fauves-Bewegung auf ihrem Höhepunkt befand. Mit Monets London-Bildern im Hinterkopf, kam André Derain nach London, um selbst einige Bilder davon zu malen und sich als Künstler weiterzuentwickeln. Gemalt in der Absicht, mit Monets Werken zu konkurrieren, trugen die Bilder dazu bei, aus Derain einen der brillantesten Maler seiner Generation zu machen. Viele der Werke stimmen genau mit den von Monet gewählten Ansichten überein. In diesem Gemälde blicken wir auf den Fluss nahe des Temple Palace und des Somerset House, während in der oberen linken Ecke die Blackfriars Bridge zu erkennen ist. Es ist gut möglich, dass Derain diese Perspektive wählte, um darzustellen, dass London damals eine sehr moderne Stadt war.
1. William Turner, The Burning of the Houses of Lords and Commons

In diesem Werk hielt William Turner das Feuer fest, das am Abend des 16. Oktober 1834 in den Houses of Parliament ausgebrochen war. Zusammen mit Tausenden weiterer Londoner verfolgte Turner den Brand aus der sicheren Entfernung des südlichen Themseufers gegenüber von Westminster. Im Bildvordergrund sind einige dieser Zaungäste zu sehen. Turner fertigte währenddessen Skizzen mit Bleistift und Wasserfarben an und verbrachte anschließend viele Stunden damit, an dem Ölgemälde herumzufeilen, bevor er es der Öffentlichkeit im Kunstverein British Institution erstmals präsentierte. Die private Kunstvereinigung war 1805 gegründet und 1867 wieder aufgelöst worden.
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Artikel von Amanda Andrade



