Am 17. Juli lädt das Auktionshaus Satow bereits zu seiner fünften Auktion mit Kunst, Antiquitäten und Sammlerstücken in diesem Jahr ein und ist noch immer nicht müde, uns wieder einmal mit einer spannenden Offerte zu überraschen.

Die Kunstofferte wird dieses Mal von zwei Losen mit Gemälden Alter Meister angeführt. Als Top-Los kommt die Gemäldereihe Die Vier Jahreszeiten zum Aufruf, die von einem Künstler der Werkstatt des italienischen Manieristen Jacopo da Ponte, genannt Bassano, ausgeführt wurde. Bassano kombinierte häufig religiöse Themen mit Szenen des bäuerlichen Alltags.

Einem Bühnenbild gleicht die Szenerie, in die der niederländische Barockmaler Nicolas de Gyselaer die biblische Szene der badenden und dabei von König Salomon beobachteten Batseba eingefügt hat. Solche Arrangements sind typisch für den Maler, der immer wieder klassische Architekturen in seinen Gemälde verwendete.

Doch nicht nur die Alten Meister glänzen in der Auktion, auch ihre Nachfolger des 19. und 20. Jahrhunderts. Einer von ihnen ist der österreichische Landschaftsmaler Eduard von Handel-Manzetti, der der Primamalerei unter freiem Himmel verschrieben hatte, wofür er 1937 auf der Pariser Weltausstellung mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Mit Victor Heinrich Seifert ist auch unter den Schöpfern der Skulpturen der Offerte ein österreichischer Künstler vertreten, der, wie Handel-Manzetti, einen Teil seines Lebens in Berlin verbrachte. Seifert ist vor allem für seine zwischen 1920 und 1930 geschaffenen Kriegerdenkmäler bekannt. In Satow liegt die Bronze Die Trinkende vor, deren größeres Pendant seit 1922 als Brunnen in Rostock steht.

Nach Betrachtung der eleganten Jugendstilbronze wirkt dieses Los nur umso außergewöhnlicher. Das Paar hölzerne Schnupftabakdosen wurde um 1800 in England angefertigt. Gestaltet wurde es wie ein Paar Schuhe mit darin steckenden Füßen, deren Zehen vorne herausschauen.

„Sew like an Egyptian“ („Nähe wie ein Ägypter“) scheint das Motto dieses Nadel-Etuis aus Silber mit polychromem Emaille zu sein, dessen Gestaltung als ägyptischer Pharao auf das Egyptian Revival hindeutet, das in der Epoche des Art déco seinen letzten Höhepunkt hatte.

Was in dieser großen Deckelvase mit Watteaumalerei wohl aufbewahrt wurde? Hört man den Namen ihres früheren Besitzers, würde man wohl auf Kaffee tippen. Denn die Vase zierte früher das Zuhause von Ludwig Roselius, Gründer der Firma Kaffee Hag in Bremen.

Für seine traumhaft schönen Jugendstilarbeiten ließ sich Émile Gallé immer wieder von der Natur inspirieren, meist von Blumen, Libellen und Schmetterlingen. Doch auch Katzen hatten es ihm angetan, wie verschiedene Stücke, darunter das vorliegende Tablett, beweisen.

Dieses Paar goldbronzierter Tischlampen mit gelben Lackschirmen aus den 1960/70er Jahren wurden nach Coco Chanel benannt. Die Modeschöpferin selbst hatte in ihrer Wohnung in der Pariser Rue Cambon einen runden Couchtisch mit einem wie ein Ährenbündel gestalteten Fuß. Tische und weitere Objekte nach diesem Vorbild wurden anschließend sehr populär und von verschiedenen Firmen produziert.

Während Coco Chanel also einen eher aufwändigen Stil bevorzugte, ließ man es im Dänemark der 1960er Jahre ruhiger angehen. Aus jener Dekade stammt dieser interessante Couchtisch aus Kirschholz mit gewölbter Glasplatte. Unter dieser befindet sich ein Fach, dass sich zu beiden Seiten herausschreiben und so vielfältig nutzen lässt.

In der Schmuckofferte möchten wir Sie auf zwei Broschen aus der späten Art déco-Epche (1930/40er Jahre) hinweisen. Zum einen dieses längliche Modell, dessen Gestaltung aus Rot- und Gelbgold sowie Brillanten und einem Aquamarin eine schöne Farbkombination erzeugt.

Ganz klassisch wurden für diese Brosche Platin mit Brillanten von zusammen ca. 2,45 ct. Neben dem Funkeln der rund 40 Steine macht sie ihre Schleifenform zu einem echten Hingucker.
Die Auktion findet am 17. Juli um 11 Uhr im Auktionshaus in der Sonnenstraße 8 in Satow statt.


