Farben werden seit jeher bestimmte Eigenschaften zugeordnet und sind von großer symbolischer Bedeutung. Auch wenn es um die Vermarktung eines Unternehmens geht, kann die Wahl der richtigen Farbe enorm wichtig sein, verspricht sie doch einen wünschenswerten Wiedererkennungseffekt. Welchen drei Luxusmarken dies mit ihren Etuis hervorragend gelungen ist, erfahren Sie im Folgenden.
Tiffany Blue
Für den Einband des ersten Katalogs, in dem Tiffany seine jährliche Schmuckkollektion präsentierte, wählte Unternehmensgründer Charles Lewis Tiffany 1845 jenen Blauton aus, der heute als Tiffany Blue bekannt ist. Möglicherweise wurde es dieses unvergessliche Blau, da Türkise im 19. Jahrhundert unglaublich populär waren. Bräute des viktorianischen Zeitalters schenkten ihren Gästen gerne mit Türkisen verzierte Broschen in Form einer Taube.
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Mit der Zeit wurde der Farbton des Blue Books auch in anderen Bereichen bei Tiffany eingesetzt, vor allem für die Verpackungen – die Geburtsstunde der Tiffany Blue Box. Schon bald wurde die Tiffany Blue Box zum begehrtesten Etui der Welt und 1906 berichtete die New York Sun: „Tiffany hat ein Objekt auf Lager, das Sie nicht kaufen können, egal wie viel Geld Sie auch bieten, nur er selbst kann es Ihnen geben. Und das ist eine seiner Schachteln.“

Cartier Red
Rot ist die Farbe der Liebe – und von Cartier, womit das Unternehmen quasi der Juwelier der Liebe ist. Die achteckigen Etuis aus marokkanischem Leder mit goldenen Girlanden, die an die Pracht des 18. Jahrhunderts erinnern, sind auf der ganzen Welt zum Synonym dafür geworden, einer geliebten Person etwas Besonderes zu schenken – da setzt das Herzklopfen schon lange vor dem Öffnen der Box ein.
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Zunächst hatte das 1847 Paris gegründete Unternehmen auf Etuis in Schwarz, Olivgrün und Rosa gesetzt, bis sich in den 1930er Jahren schließlich der elegante Rotton durchsetzte. Das Innenleben ist entweder in Weiß oder Schwarz gehalten, je nachdem, was das zu präsentierende Schmuckstück besser zur Geltung bringt.

Hermès Orange
Die Geburtsstunde des Signature-Farbtons des Luxus-Lederwarenherstellers Hermès war in einer Zeit, die rein gar nichts mit Glamour zu tun hatte: der Zweite Weltkrieg. 1942 herrschte in Paris an allen Ecken und Enden Materialknappheit und auch Hermès sah sich gezwungen, den bis dahin üblichen Cremeton seiner Schachteln zu ersetzen. Was noch erhältlich war, war ein orangener Farbton und Hermès griff zu, wohl kaum ahnend, dass dieses Orange mit der Zeit zum Synonym für die Marke werden würde.
Heute gibt es die Kartons im Hermès Orange in 188 verschiedenen Größen, sodass die Kunden ihrer neuerworbenen Schätze darin sicher nach Hause bringen können – vom Seidencarée über das Kaffeeservice bis zur legendären Birkin Bag. Nur die Möbelstücke, die ebenfalls Teil des Sortiments sind, müssen ohne auskommen, wie Hermès auf seiner Website eingesteht.
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Die Schachteln von Tiffany, Cartier, Hermès und Co spielen auch auf dem Auktionsmarkt eine wichtige Rolle. Es kann einen großen Unterschied bedeuten, ob ein Objekt mit oder ohne Original-Box angeboten wird, gerade was Armbanduhren betrifft. Doch auch solo werden die Schachteln mit ihrem hohen Wiedererkennungswert immer beliebter und kommen auch ohne Inhalt zum Aufruf, was vor allem für Neusammler mit kleinerem Budget interessant ist.




