Im Jahr 2026 stehen bei Rolex gleich mehrere Jubiläen an: So erblickte Unternehmensgründer Hans Wilsdorf vor 145 Jahren, am 22. März 1881, das Licht der Welt. Zudem es 100 Jahre her, dass Rolex mit der Oyster die erste wasserdichte Uhr vorstellen konnte. Aus dieser Innovation entwickle sich fünf Jahre später die automatische Oyster Perpetual, die damit in diesem Jahr ihren 95. Geburtstag feiert. Vierzig Jahre jünger ist die Explorer II, die 1971 vorgestellt wurde, und die Milgauss wird runde 70.
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Auf erfolgreiche 70 Jahre zurückblicken kann auch ein Rolex-Modell, das bis heute eines der beliebtesten der Marke ist: die elegante Dresswatch Day-Date. Anlässlich dieses Jubiläums haben wir fünf interessante Fakten über die ikonische Armbanduhr zusammengetragen.
1. Wochentag-Innovation
Der genaue Tag, an dem Rolex seine Day-Date der Öffentlichkeit präsentierte, ist nicht bekannt, doch geschah dies 1956 auf der Baseler Uhrenmesse, die in jenem Jahr vom 14.-24. April stattfand. In gewisser Weise war die Day-Date eine Weiterentwicklung der 11 Jahre älteren Datejust, wurde jedoch als eigene Modelllinie gelauncht. Das auffälligste Merkmal ist die Wochentagsanzeige, die die Datumsanzeige ergänzt – was die Entwicklung eines neuen Uhrwerks für zwei Anzeigen erforderte. Immer für Innovationen gut, präsentierte Rolex mit der Day-Date die erste Armbanduhr mit ausgeschriebenem Wochentag. Dieser kann heute in 25 Sprachen angezeigt werden, von Englisch und Deutsch über Arabisch und Hindi bis Chinesisch und Japanisch.
2. Ausschließlich edelste Materialien
Während die Datejust auch als Edelstahlversion erhältlich ist, wird die Day-Date ausschließlich aus Edelmetallen gefertigt: Gelbgold, Weißgold sowie Everose, Rolex’ 2005 eingeführte Roségoldlegierung aus Gold, Kupfer und Platin, die das Verblassen des Farbtons verhindern soll. Apropos Platin: Auch aus diesem Material werden Day-Date-Uhren hergestellt. Sie sind schwerer als die goldenen Varianten und verfügen meist über ein eisblaues Zifferblatt. Die Platinuhren bilden nur einen kleinen Teil der Day-Date-Produktion und sind aufgrund ihrer Seltenheit exklusive und begehrte Sammlerstücke.

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3. Ein Spitzname auf höchster Regierungsebene
Es dauerte nicht lange und die Day-Date hatte einen Spitznamen: „President“. Zu verdanken hat die Uhr der Tatsache, dass sie von vielen Staats- und Regierungschefs getragen wurde und wird. Vor allem die beiden US-amerikanischen Präsidenten Lyndon B. Johnson und Dwight D. Eisenhower werden mit ihr assoziiert, doch auch Fidel Castro ist auf einigen Fotos mit einer Day-Date am Handgelenk zu sehen. Rolex griff diese Entwicklung schnell auf und betitelte die Day-Date in Werbeanzeigen mit „The President’s Watch“. Noch stärker als die gesamte Uhr wird jedoch das eigens für die Day-Date entworfene Armband mit „President“ bezeichnet. Dieses wird fast exklusiv für das Modell verwendet, die einzige Ausnahme bildet die 1992 eingeführte Pearlmaster.
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4. Bunte Sammlerstücke
Zu den begehrtesten Day-Dates für Sammler gehören jene mit den sogenannten „Stella Dials“. Diese glänzend-bunten Zifferblätter wurden ab den frühen 1970er für den US-Markt entwickelt, der weniger konservativ war als der Geschmack der übrigen Klientel, die klassische Zifferblätter in Silber, Schwarz oder Champagner bevorzugte. Woher der Name stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Zumindest ist es nicht die offizielle Bezeichnung von Rolex. Möglicherweise kam er durch Händler und Sammler in Umlauf, die damit auf den Namen eines für die Zifferblattproduktion verpflichteten Lackherstellers anspielten.
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Die limitierte Verwendung der „Stella Dials“ endete in den späten 1980er Jahren, was ihren heutigen Sammlerwert befeuert. Die Day-Dates mit den unifarbenen „Stella Dials“ waren in verschiednen Farben zu haben. Extrem selten sind jene Uhren mit gelben Zifferblättern, die entsprechend teuer gehandelt werden, gefolgt von jenen in Fliederlila. Begehrt sind auch die Varianten in Grün, Koralle und Oxblood sowie Blau und Türkis. Die bislang teuerste Day-Date mit „Stella Dial“ der Auktionsgeschichte ist natürlich eine mit gelbem Zifferblatt. Sie wurde 2022 bei Monaco Legend Auctions für 2022 Euro versteigert.
5. Ein royaler Rekord-Regenbogen
650.000 Euro sind viel Geld, dennoch ist es nicht die höchste Summe, die jemals mit einer Rolex Day-Date auf dem Auktionsmarkt erzielt wurde. Dieser Rekordplatz wird seit Februar 2022 von einer ganz besonderen Uhr beansprucht, bei der Farben allerdings ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Dabei handelt es sich um eine der sehr seltenen Rainbow-Day-Dates, die in nur sehr geringen Stückzahlen und sogar nur auf Sonderbestellung hergestellt werden. Grund dafür ist die aufwendige Herstellung des Zifferblatts, das von Hand vollständig mit weißen Diamanten besetzt wird. Auch die Saphire in allen Farben des Regenbogens müssen überhaupt in gewünschter Qualität zur Verfügung stehen.
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Das teuerste Exemplar wurde um 1984 für den ehemaligen Sultan des Oman, Qabus bin Said (1940-2020) angefertigt und verfügt als zusätzliche Besonderheit über ein graviertes Khanjar, das Nationalsymbol des Oman, auf der Gehäuserückseite. Qabus bin Said bestellte immer wieder Uhren mit diesem besonderen Symbol bei verschiedenen Luxusmarken, die er meist als Geschenke verteilte und die bei Sammlern ebenfalls sehr beliebt sind.










