Am 8. Februar präsentiert das Auktionshaus Satow in seiner ersten Auktion im Jahr 2020 eine schöne Offerte mit 850 Losen, die aus Gemälden, Grafik, Möbeln, Porzellan, Schmuck, Silber, Skulpturen und Uhren besteht. Einige Highlights haben wir für Sie einmal zusammengestellt.

Elisabeth Büchsel zählt zu den prominentesten Mitgliedern des 1933 aufgelösten Hiddensoer Künstlerinnenbundes. Ihre Ausbildung erhielt die Künstlerin zunächst in Dresden und anschließend (1900 bis 1903) an der Académie Colarossi, die auch weibliche Studenten aufnahm. Möglicherweise entstand das unliniertem jedoch mit einem Nachlassstempel versehene Werk Paris - Abendstimmung im Park in jenem Zeitraum.

Ebenfalls nach Frankreich entführt uns Ivo Hauptmann mit seinem gleichnamigen, um 1920 auf Papier entstandenen Ölgemälde. Wie Elisabeth Büchsel erhielt auch der älteste Sohn von Schriftsteller Gerhart Hauptmann seine Ausbildung teilweise in Paris. Besonders prägnant für sein Werk waren jedoch die Lehrjahre bei Lovis Corinth, Hans Olde und Ludwig von Hofmann.
Unter dem Einfluss Lovis Corinths malte auch der Berliner Maler Wilhelm Kohlhoff seine expressionistischen Bilder, von denen viele bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Erhalten und in der Auktion dabei ist sein signiertes Selbstbildnis mit Modell von 1930.

Wie Kohlhoff im Jahr 1893 geboren und zeitgleich in Berlin tätig war George Grosz, der mit Vorliebe die "Goldenen Zwanziger" kritisierte und karikierte. In der vorliegenden Photolithografie von 1920 nahm Grosz die Sittenwächter seiner Epoche aufs Korn, mit denen er auch selber wegen seiner "schamlosen" Arbeiten aneinander geriet.

Ein Leben lang verbunden mit seiner mecklenburgischen Heimatstadt Schwaan blieb Maler Franz Bunke, der dort später auch eine Künstlerkolonie gründete. Das vorliegende Ölgemälde Bundes zeigt eine Landschaft mit Blick auf Schwaan.

Mit Markus Lüpertz ist einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler in der Auktion in Satow vertreten. Und das gleich zweimal: Zum Aufruf kommen die jeweils 19 x 24 cm messenden und monogrammierten Ölgemälde Häuser und Boot am See und Haus am See.

Unter den Teppichen der Auktion sticht besonders die Tapisserie mit Erntereigen-Motiv aus dem 17. Jahrhundert hervor. Das Motiv dafür lieferte vermutlich Anthonis van Dyck, der wie Peter Paul Rubens während seiner Zeit in England Vorlagen für die kurzlebige Tapisserie-Manufaktur bei London ausführte.

Verbleiben wir noch ein wenig im Zeitalter des Barock, aus welchem eine hübsche Kommode aus massivem Birnenholz und Eiche stammt. Die schauseitig eingelassenen Kartuschen zeigen intarsierte Blumenmotive. Aus der Epoche des französischen Empire (1799-1815) stammt eine Tischuhr aus feuervergoldetem Messing und Emaille, die von Chopin in Paris ausgeführt wurde.

Etwa 100 Jahre jünger ist ein vergoldeter Silberpokal des Sankt Petersburger Goldschmiedemeisters Aleksandr Karlowitsch Dalman, der mit floralen Gravuren und einer Rautenziselierung verziert wurde.

Vermutlich ebenfalls zu Beginn des 20. Jahrhunderts schuf der italienische Bildhauer Guglielmo Pugi die Figur Sitzender weiblicher Akt mit Hund aus weißem Carrara-Marmor, versilberter Bronze und schwarz-weißem Marmor. Die Gestaltung scheint den späteren Art déco-Figuren bereits vorzugreifen.

In der Kategorie Schmuck lassen wir uns gerne von einem Armreif aus Rotgold und Silber verzaubern, der mit 30 Diamanten im Rosenschliff besetzt ist. Sozusagen das i-Tüpfelchen bildet eine feine Barockperle.
Die Auktion findet am 8. Februar um 11 Uhr im Auktionshaus in der Sonnenstraße 8 in Satow statt.
Den aktuellen Katalog des Auktionshauses Satow mit allen Losen finden Sie hier.



