Karoliner waren Soldaten der schwedischen Armee, die während der Ära der schwedischen Großmacht unter den Königen Karl XI. und Karl XII. dienten. Die Taktik der Armee war offensiv, was immer wieder zu Nahkämpfen mit Blankwaffen wie Piken, Bajonetten und Schwertern führte. Mit dieser Taktik führte Karl XII. seine Arme in der Anfangsphase des Großen Nordischen Krieges (1700-1721) zu mehreren Siegen. Diese Siege trugen zu dem Ruf der Armee, eine der besten in Europa zu sein, bei.
1687 führte Karl XI. in Schweden eine einheitliche Uniform ein, die bis heute ein Synonym für die Ära der schwedischen Großmacht ist. Die Karoline trugen meist blaue Überröcke mit Futter und Aufschlägen in Gelb. Die Schuhe an ihren Füßen hatten dicke Sohlen und liefen vorne spitz zu. Einen Unterschied zwischen links und rechts gab es nicht, sodass die Schuhe an beiden Füßen getragen werden konnten.

Die Kavallerie trug eine Uniform, die der der Infanterie ähnelte, jedoch an ihre Rolle als Reiter angepasst war. Zudem hatte die Kavallerieuniform statt des gelben Revers ein blaues Revers mit Messingknöpfen. Auf ihren Köpfen trugen die Reiter zunächst „Karpusen“, die später vom Dreispitz aus Filz abgelöst wurden.
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Alle Soldaten der karolinischen Armee waren mit einem Schwert ausgestattet. Die meisten dieser Schwerter wurden im Vira-Werk nördlich von Stockholm hergestellt. Zwischen 1701 und 1718 wurden 217.000 Schwerter von dort an die schwedische Armee geliefert.

Am 20. November kam bei Probus Auktioner das Schwert eines karolinischen Kavallerieoffiziers unter den Hammer, der bei 105.000 SEK (ca. 9.300 Euro) fiel. Inklusive Gebühren lag das Ergebnis bei 131.250 SEK (ca. 11.600 Euro), was einen neuen Weltrekord für ein karolinisches Schwert bedeutete.
Der Degen trägt eine geätzte Inschrift mit dem Monogramm Karls XII., dem Text „SOLI DEO GLORIA“ („Allein Gott gebührt der Ruhm“) und der Datierung 1711. Mit „IB“ ist ein weiteres Monogramm zu lesen, das für Johan Bertram (1655-1734) steht. Bertram war ein deutsch-schwedischer Klingenschmied, der als Meister im Vira-Werk arbeitete. Er gilt als einer der bedeutendsten Metallgraveure Schwedens im 18. Jahrhundert und war einer der wenigen, die ihre Arbeiten signierten.
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Mit dem Tod Karls XII. im Jahr 1718 endete auch die Ära der schwedischen Großmacht. Im März 1719 wurde Karls Schwester Ulrika Eleonora zu amtierenden Königin gekrönt. Sie dankte jedoch bereits 1720 zugunsten ihres Mannes Fredrik I. ab.
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