Aus dem Reich der Mitte und umzu - Fantastische Kunst aus Asien

Demnächst im Genueser Auktionshaus Wannenes: Eine beeindruckende Offerte mit asiatischer Kunst. Die hochinteressanten Stücke stammen aus verschiedenen europäischen Privatsammlungen. Diese wurden zum Teil von italienischen Offizieren und Diplomaten zusammengetragen, die sich im 19. Jahrhundert im Reich der Mitte aufhielten.

Aus dem Reich der Mitte und umzu - Fantastische Kunst aus Asien

Porzellan

Links: Paar tiefe Doucai-Teller, China, Qing-Dynastie, Qianlong-Periode (1736-1795) Rechts: Große Meiping-Vase, China, Qing-Dynastie, Yongzheng-Periode (1723-1735)
Links: Paar tiefe Doucai-Teller, China, Qing-Dynastie, Qianlong-Periode (1736-1795) Rechts: Große Meiping-Vase, China, Qing-Dynastie, Yongzheng-Periode (1723-1735)

Die Porzellanofferte beinhaltet diese beiden herausragenden Gefäße der Qing-Dynastie. Bei der Vase umschreibt die Bezeichnung "Meiping" die Form des Stückes, das wie eine Pflaumenblüte geformt ist. Wie bei dieser Vasenform üblich, zeigt auch die Bemalung die Blüten eines Pflaumenbaumes.

Die Bezeichnung "Doucai" bei den Tellern beschreibt hingegen die Bemalungstechnik. Das Blau wird unter der Glasur aufgetragen. Die übrigen Farben folgen nach dem Brennvorgang darüber.

Göttliches

Links: Guanyin aus Cizhou-Steinzeug, polychrome Bemalung, China, frühe Ming-Dynastie (1368-1644) Rechts: Ganesha aus massivem Stein geschnitzt, Indien 5. Jh.
Links: Guanyin aus Cizhou-Steinzeug, polychrome Bemalung, China, frühe Ming-Dynastie (1368-1644) Rechts: Ganesha aus massivem Stein geschnitzt, Indien 5. Jh.

Zwei frühe göttliche Darstellungen blicken uns hier an. Die im Volksglauben als Göttin verehrte Guanyin ist ein Bodhisattva ("Erleuchtungswesen") und ursprünglich männliches Geschlechts.

Ganesha war hingegen schon immer männlich und wird es wohl auch bleiben. Der Gott mit dem Elefantenkopf, dessen Name "Gebieter der Scharen" bedeutet, ist eine der beliebtesten Erscheinungsformen des Göttliches im Hinduismus.

Jade

Links: Ruyi-Zepter aus Jade mit feinem Schnitzwerk, China, Qing-Dynastie, Qianlong-Periode (1736-1795) Rechts: Collier aus Jadeit-Perlen, China spätes 19. Jh.
Links: Ruyi-Zepter aus Jade mit feinem Schnitzwerk, China, Qing-Dynastie, Qianlong-Periode (1736-1795) Rechts: Collier aus Jadeit-Perlen, China spätes 19. Jh.

Das zarte Grün dieser beiden Stücke aus Jade und Jadeit wird mit dem Begriff "Seladon" bezeichnet, der die entsprechende Glasur von chinesischem Steinzeug zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert meint. Der Name Seladon ist allerdings eine französische Erfindung des 17. Jahrhunderts.

Tierisches

Links: Buddhistischer Bronze-Löwe mit Cloisonné-Dekor, China, späte Qing-Dynastie Rechts: Jadefigur eines Pferdes und eines Affen, späte Qing-Dynastie
Links: Buddhistischer Bronze-Löwe mit Cloisonné-Dekor, China, späte Qing-Dynastie Rechts: Jadefigur eines Pferdes und eines Affen, späte Qing-Dynastie

Tiere spielen in der buddhistischen Kultur eine große Rolle. Daher sind sie in der Kunst entsprechend häufig vertreten. Zu den beliebtesten Darstellungen gehört der Wächterlöwe, den wir oben links sehen. Paarweise sind sie vor allem vor Tempeleingängen zu finden, aber auch vor und in Privathäusern.

Zu dem Los der Jadefigur mit Pferd und Affe gehört auch eine Figur der Guanyin aus dem gleichen Material.

Malerei

Landschaft mit Figuren, Tinte und Farbe/Pergament, China 19. Jh.
Landschaft mit Figuren, Tinte und Farbe/Pergament, China 19. Jh.

Mehrere kolorierte Tintengemälde auf Pergament kommen in der Auktion zum Aufruf. Sie zeigen sehr detailliert chinesische Landschaften mit Tieren und Personenstaffagen. Sie wurden im frühen 20. Jahrhundert von einem italienischen Konsul in China erworben.

Landschaft mit Figuren, Tinte und Farbe/Pergament, China 19. Jh.
Landschaft mit Figuren, Tinte und Farbe/Pergament, China 19. Jh.

Kleidung

Links: Karmesinroter Damenumhang aus Seide, China, Qing-Dynastie 2. Hälfte 19. Jh. Rechts: Damenrock aus Seide, China, Qing-Dynastie 2. Hälfte 19. Jh.
Links: Karmesinroter Damenumhang aus Seide, China, Qing-Dynastie 2. Hälfte 19. Jh. Rechts: Damenrock aus Seide, China, Qing-Dynastie 2. Hälfte 19. Jh.

Auch vor der Kulturrevolution war die Farbe Rot in China "in". Sie war und ist ein Symbol des Sommers und der Freude. Traditionelle Hochzeitskleider chinesischer Frauen haben diese Farbe.

Die Auktion mit asiatischer Kunst findet am 14. Juni ab 15 Uhr im Palazzo del Melograno an der Piazza Campetto 2 in Genua statt. Dort kann auch vom 10. bis 13. Juni die Ausstellung zur Auktion besucht werden.

Entdecken Sie das gesamte Angebot der Asiatika-Auktion von Wannenes hier bei Barnebys.