Am 18. April war es endlich soweit und bei Koller in Zürich fand die mit Spannung erwartete Versteigerung von „TRX-293 Trinity“, dem ersten Skelett eines Tyrannosaurus Rex in der europäischen Auktionsgeschichte, statt (Barnebys berichtete). 35.000 Besucher strömten vorab des Auktionsevents in die Ausstellung, um die Urzeitechse mit den beeindruckenden Maßen von 11,6 x 3,9 Metern persönlich in Augenschein zu nehmen.
Aufgerufen mit einem Schätzpreis in Höhe von 5-8 Millionen Schweizer Franken, fiel der Hammer für „Trinity“ bei 4,8 Millionen CHF; inklusive Aufgeld lautete das Endergebnis somit 5,5 Millionen CHF. Nachdem nach der Auktion zunächst nur vage von einem Käufer aus Europa gesprochen wurde, konnte Koller nun dessen Identität verkünden: The Phoebus Foundation, eine gemeinnützige Kunststiftung mit Sitz in Antwerpen, die sich dem Kauf und der Bewahrung von Kunstwerken verschrieben hat.

Die Stiftung plant, „Trinity“ demnächst in einem neuen Kulturzentrum in Antwerpen öffentlich auszustellen. „Wir sind unglaublich stolz darauf, ankündigen zu können, dass dieses spektakuläre Exemplar Teil eines bedeutenden Projekts der Phoebus Foundation sein wird, nämlich des sogenannten „Boerentoren“. Dieses ikonische Gebäude im Herzen von Antwerpen wird vom renommierten Architekturbüro Studio Libeskind renoviert und in einen Kulturturm umgewandelt, das unter anderem unsere umfangreiche Kunstsammlung beherbergen wird, darunter jetzt auch diese denkwürdige Ergänzung namens Trinity. Entsprechend wird der Dinosaurier weiterhin öffentlich im Boerentoren ausgestellt, wo Kunstliebhaber, Historiker, Forscher, Enthusiasten und alle anderen Besucher die Geschichte und Schönheit von Kunst, Wissenschaft, Architektur und mehr in all ihren Facetten genießen können“, kommentierte Dr. Katharina Van Cauteren, Stabschefin der Kanzlei der Phoebus Foundation, den Neuerwerb der Stiftung.
Auch Kollers Eigentümer und Geschäftsführer Cyril Koller zeigte sich erneut über den Ausgang dieser ganz besonderen Versteigerung: „Das ist für uns das absolut beste Ergebnis, das wir uns für den Verkauf dieses wunderbaren Fossils hätten vorstellen können. Wir freuen uns sehr, dass Trinity der Öffentlichkeit und der Wissenschaft für die kommenden Jahre zur Verfügung gestellt und sich in sehr guten Händen befinden wird.“
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Der „Boerentoren“ („Bauernturm“) wurde anlässlich der Antwerpener Weltausstellung von 1930 im Art déco-Stil errichtet und war mit seiner Ursprünglichen Höhe von 87,5 Metern das damals höchste Hochhaus Europas (nach Umbauten ist es heute 97 Meter hoch). Seinen Spitznamen verdankte es der Tatsache, dass der Großteil der Kunden der den Bau finanzierenden Kredietbank Bauern waren. 2020 wurde der Boerentoren von der nachfolgenden KBC Group an den Unternehmer und Mäzen Fernand Huts verkauft, dessen gemeinsam mit seiner Frau Karine Van den Heuvel aufgebaute Kunstsammlung den Grundstock der Phoebus Foundation bildet.
Da die Umwandlung des Boerentoren in ein Kulturzentrum jedoch noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird, erklärte Dr. Katharina Van Cauteren, dass die Stiftung überlege, „Trinity“ bis dahin einem Museum zu überlassen, „damit sich die Öffentlichkeit bereits jetzt an diesem einzigartigen Exemplar erfreuen kann“.
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