Wegen seiner Vorliebe, Szenen des ländlichen Lebens in seiner niederländischen Heimat darzustellen, wird Renaissancemaler Pieter Brueghel der Ältere auch "Bauern-Brueghel" genannt. Gern fügte er einzelne kleinere Szenen zu einer Art "Wimmelbild" zusammen, die einzelnen Charaktere erhielten dabei oftmals groteske Züge.
Auch Winterlandschaften gehörten zu seinen Motiven. 1wie oft hat peiter565 entstand Winterlandschaft mit Eisläufern und Vogelfalle. Das auf einer Eichenholztafel ausgeführte Ölgemälde zeigt eislaufende Menschen auf einem zugefrorenen Fluss vor einer dörflichen Kulisse. In der Ferne ist eine größere Stadt zu erahnen. Rechts im Vordergrund wurde die namengebende Vogelfalle mitsamt ihrer potenziellen Opfer platziert.
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Das Gemälde nimmt im eigentlichen Sinne Bezug auf den als sehr hart beschriebenen Winter von 1564/65. Im übertragenen Sinne steckt in dem Werk, wie man es von Brueghel kennt, jede Menge Symbolik.
Die Eisdecke des Flusses, die jeder Zeit brechen könnte, symbolisiert die Gefahren, mit denen der gläubige Christ auf seinem Weg ins Himmelreich jederzeit durch die Natur und den Teufel konfrontiert werden kann. Die Vogelfalle stellt Satan dar, der nach den Seelen der Menschen greift. Die Seele wurde häufig als Vogel dargestellt.
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Pieter Brueghel der Jüngere, der kurz vor der Entstehung des Gemäldes auf die Welt gekommen war, kopierte vielfach die Werke seines Vaters, fügte jedoch seinen persönlichen Stil hinzu. Von den zahlreichen Kopien, die von der Winterlandschaft mit Eisläufern und Vogelfalle existieren, rund 130, gelten wenigstens 45 als eigenhändige Kopie des jüngeren Pieters.
Die älteste dieser Kopien datiert ins Jahr 1601, ist signiert und wird im Kunsthistorischen Museum in Wien ausgestellt.



