Man schrieb das Jahr 1966 und die Beatlemania befand sich auf ihrem Höhepunkt. Die Beatles waren im Zuge ihrer Tour nach Japan gereist, um an fünf Abenden, vom 29. Juni bis 3. Juli, Konzerte in der Budokan-Arena in Tokio zu geben. Aufgrund des Traras und der Menschenmenge, die die vier Musiker belagerte, beschlossen die japanischen Behörden, diese in der Präsidentensuite des Hilton Hotels abzuschirmen und dann heimlich in die Konzerthalle zu bringen.
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Während der rund 100 Stunden, die sie in ihrer Hotelsuite in Tokio verbringen mussten, beschäftigten sich die Beatles unter anderem mit dem einzigen Kunstwerk, das sie jemals gemeinsam ausführten. Zwei Nächte lang arbeiteten sie daran, indem jedes Mitglied der Gruppe ein Viertel eines Blattes japanischen Künstlerpapiers mit Acryl- und Wasserfarben gestaltete. "Sie unterbrachen [die Malerei], gingen und absolvierten ein Konzert, und dann war es wie ‘Lasst uns zu dem Bild zurückkehren!'", erinnerte sich Robert Whitaker, ein Fotograf, der die Beatles auf der Tour begleitete. "Ich habe sie nie ruhiger und konzentrierter als zu jener Zeit erlebt."

Die farbenfrohe Abstraktion ist einzigartig, des sie aus individuellen Gemälden eines jeden Beatle besteht, die jedoch ein Ganzes ergeben. Aufgeladen von einer Melange aus leuchtenden Farben, geometrischen Formen und wirbelnden Formen, gewährt das lebendige Kunstwerk einen faszinierenden Einblick in die künstlerischen Neigungen der Beatles. Es funktioniert aber auch kohäsiv als ein Gemälde, da sich alle an dasselbe Farbschema hielten, das von Rot und Orange dominiert wurde und über schwarze oder marineblaue Umrisse verfügt. Etwa in der Mitte des Blattes, wo durch die Platzierung einer Lampe ein kreisrunder Bereich freigeblieben war, unterschrieben Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr und John Lennon mit ihren Namen.
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Nachdem es fertig war, wurde das titellose Gemälde an Tetsusaburo Shimoyama, den Vorsitzenden des offiziellen Beatles-Fanclubs in Tokio überreicht. Erst in den 1980er Jahren begann ein japanischer Journalist, es mit Images of a Woman zu titulieren, da er meinte, in Paul McCartney Abschnitt weibliche Genitalien zu erkennen. 1989 wurde das Werk in Japan versteigert und kam 2012 nach New York, wo es bei Philip Weiss Auctions für 155.250 US-Dollar versteigert wurde.
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Nun wird das Gemälde in Christie's "Exceptional Sale" am 1. Februar 2024 in New York erneut angeboten. Der Schätzpreis liegt bei 400.000-600.000 US-Dollar. Obwohl fotografische Beweise existieren, die die Beatles bei der Arbeit an anderen Kunstwerken zeigen, ist das vorliegende jedoch das einzige überlebende Gemälde. Das Auktionslos wird von einem Echtheitszertifikat von Tracks UK und einer Ausgabe von Robert Whitakers Buch Eight Days a Week: Inside The Beatles' Final World Tour begleitet.
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