Entdecken Sie mit den folgenden neun Fotos die Geschichten von Frauen, die Traditionen hinterfragt, sich gegen sie gewehrt und völlig auf den Kopf gestellt haben, um zukünftigen Generationen eine bessere Welt zu bieten.
Laufverbot

Kathrine Switzer (*1947) war die erste Frau, die 1967 am Boston-Marathon teilnahm, einem Rennen, das zu dieser Zeit ausschließlich Männern vorbehalten war. Nachdem Veranstalter Jock Semple feststellte, dass sich eine Frau dem Rennen angeschlossen hatte, versuchte er, sie aufzuhalten. Allerdings hatte Switzer die Unterstützung ihres Partners und mehrerer Freunde, die sich unter den Läufern versteckt hatten und einen Schutzkreis um sie bildeten.
Der Saum der Zwietracht

1965 sorgte das englische Model Jean Shrimpton (*1942) für einen Skandal, als sie beim Pferderennen Melbourne Cup in Australien in einem Kleid erschien, dessen Saum weit über dem Knie endete. Damit verstieß sie gegen den Dresscode des traditionellen Events. Zu allem Überfluss hatte sie auch noch auf Strumpfhose, Handschuhe und Hut verzichtet...
Lesen Sie auch: Die Zierde des Hauses: Damenmode im 19. Jahrhundert
Kontroverse Körperkunst

Maud Wagner (1877-1961), eine amerikanische Zirkusartistin und Trapezkünstlerin, wurde als erste Tätowiererin bekannt. 1904 lernte sie ihren Ehemann kennen, der als Tätowierer in einem Wanderzirkus arbeitete. Sie erklärte sich bereit, ihn auf der Tour zu begleiten, solange er bereit war, ihr seine Kunst beizubringen. Drei Jahre später war Mauds eigener Körper bereits flächendeckend mit Tattoos verziert und sie übte ihren Beruf jahrelang gemeinsam mit ihrem Ehemann aus - auch wenn sich viele Kunden weigerten, von einer Frau tätowiert zu werden.
"Free Angela Davis"

Angela Davis (*1944) ist Menschenrechtsaktivistin, Repräsentantin von Black Feminism und Mitglied der Black Panthers. 1970 wurde sie verhaftet. Grund dafür war der Fluchtversuch von drei schwarzen Gefängnisinsassen, bei dem ein kalifornischer Richter starb. Anschließend wurde sie wegen krimineller Verschwörung, Entführung und Mordes verurteilt. Während sie 22 Monate im Gefängnis verbrachte, formierte sich eine weltweite Bewegung, die für ihre Freilassung eintrat und sie zu einer kulturellen Ikone machte. Davis wurde am 4. Juni 1972 freigesprochen und hielt fünf Tage später im Embassy Auditorium in Los Angeles eine legendäre Rede, die erste Station auf einer Welttournee, um ihren Unterstützern zu danken.
Lesen Sie auch: Die Top 5 der feministischen Kunstwerke
Unsittliche Entblößung

1922 wurde in Chicago eine Frau gewaltsam festgenommen, weil sie einen Badeanzug trug, der als unanständig galt. Frauen, die öffentlich Badeanzüge trugen, waren ebenso wie deren stilistische Entwicklung oft Gegenstand von Kontroversen. Die Schwimmerin, Schauspielerin und Autorin Annette Kellermann (1887-1975) wurde 1907 ebenfalls verhaftet, weil sie sich von einem professionellen Fotografen in ihrem Badeanzug ablichten ließ, der nur ihre Arme und ihren Nacken entblößte.
Lesen Sie auch: Die Kunst der Mode - Mode in der Kunst
Die erste Frau der Formel 1

Die Italienerin Maria Teresa de Filippis (1926-2016) war die erste Frau, die als Fahrerin an einem Formel 1-Rennen teilnahm. Ihr Debut fand am 18. Mai 1958 statt. Es folgten Teilnahmen an fünf Grand Prix' und verschiedenen anderen Rennen. Zu Recht wird sie als Pionierin des weiblichen Rennsports angesehen.
Lesen Sie auch: Fliegerkappe von Amelia Earhart verzehnfacht ihren Schätzpreis
Die Lady der Young Lords

Denise Oliver-Velez (*1947) ist Professorin, amerikanische Aktivistin und Mitglied der Young Lords (einer Gruppierung, die sich der Wahrung der Rechte von Puerto Ricanern in den USA annimmt) und der Black Panthers. 1968 trat sie den Young Lords bei und gründete ein Jahr später eine Frauenkommission, die die Gruppe zu einer offenen Frauenrechtorganisation machte. "Wir wollen Gleichheit für Frauen. Nieder mit dem Machismo und männlicher Dominanz", forderte Oliver-Velez.
Weniger ist oft mehr

1947 versammelten sich einige Mitglieder der Women's Organization to War on Styles vor einem Geschäft in Berkeley, Kalifornien, um gegen lange Röcke und gepolstert Kleidung zu protestieren. Ihre Forderungen unterstrichen die Damen, indem sie sie nur mit Unterwäsche am Leib vortrugen - die Aufmerksamkeit von Passanten war ihnen damit sicher.
Alle in einem Korb

Die 1868 geborene Senda Berenson Abbott (1868-1954) war Sportlehrerin und Basketballspielerin. Bekannt ist diese Pionierin im Frauenbasketball für die Anpassung der Spielregeln für weibliche Spieler und das Schreiben des ersten Basketballhandbuches für Frauen.
Aktualisierte Version eines Artikels vom 13. August 2019




