Am 28. September findet in der Landshuter Rüstkammer eine Sonderauktion mit rund 1200 militärhistorischen Objekten aus Sammlungsauflösungen und Nachlässen statt.
Ein Highlight der Offerte ist - zu einem moderaten Preis - Teil der Kategorie "Deutsche Militaria bis 1918". Es handelt sich um eine ungelaufene Postkarte mit einer Portraitfotografie von Manfred Freiherr von Richthofen, die von diesem eigenhändig mit einer Tintenunterschrift versehen wurde.

Manfred von Richthofen machte sich als Flieger im Ersten Weltkrieg einen Namen, indem er als einzelner Pilot die meisten Luftsiege für sich verbuchen konnte. Dafür wurde und wird er in seiner Heimat aber auch bei seinen Gegnern bewundert und ist zur Legende geworden. Am Ende wurde er aber selbst Opfer des Krieges und im April 1918 tödlich getroffen vom Himmel geholt.
Ein weiteres Sammlerstück der Auktion stammt aus der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg: ein nur in geringer Auflage hergestellter Taschenrevolver von Decker. Der Revolver wird in der Kategorie "Schusswaffen erwerbscheinpflichtig" aufgerufen.

Rund 250 Jahre älter ist eine andere Schusswaffe aus dem Zivi- und Jagdbereich. Die Radschlossbüchse aus dem Jahr 1656 wurde in der Großherzöglich Sächsischen Gewehrkammer Schloss Ettersburg äußerst prunkvoll hergestellt: Das Gewehr zieren allseitig Bein-, Horn- und Perlmutt-Einlagen, die Jäger, verschiedene Tiere und Blüten darstellen.

Aus der gleiche Zeit stammt ein eisengeschnittener Glockendegen, der in der Kategorie "Blankwaffen - Schlagwaffen - Stangenwaffen" zum Aufruf kommt. Das italienische Stück begeistert durch seinen hervorragenden Erhaltungszustand und die durchbrochen gearbeitete Floralzier.

Ein preussischer Kürassierdegen, ein sogenannter Pallasch, führt noch einmal zurück zu den "Deutschen Militaria bis 1918". Eine Widmungsätzung sowie ein beiliegendes Fotoalbum belegen, dass der Degen aus dem Besitz der Familie von Studnitz stammt, die eine Reihe Militärs hervorgebracht hat.

Ebenfalls im Angebot: eine Reihe von Husarensäbeln, deren bedeutendste Exemplare als Teil einer Sammlung mit österreichisch-ungarischen Waffen & Uniformen aufgerufen werden.

Ebenfalls Teil dieser Sammlung ist ein k.u.k. Generalsrock mit Hose, die um 1880 angefertigt wurden. Diese Art der Uniform war auch das bevorzugte Bekleidungsensemble von Kaiser Franz Joseph I. Passend dazu darf auch auf einen k.u.k. Generals-Zweispitz mit grünem Federbusch mitgeboten werden, der mit Feldbinde, Säbelgehänge, Portepee und Koffer zu seiner Versteigerung antritt.

Unter den deutschen Orden und Ehrenzeichen bis 1932 sind ein Kommandeurkreuz mit Schwertern des badischen Ordens vom Zähringer Löwen (Verleihung ab 1815) sowie ein Großkreuz für Fürstlichkeiten in der Militärischen Version 1815-1870 des Hausordens vom Weißen Falken aus Sachsen-Weimar hervorzuheben.
Die Sonderauktion findet am 28. September ab 11:30 Uhr in der Landshuter Rüstkammer in der Fischergasse 660 in Landshut statt. Die Möglichkeit zu einer Vorbesichtigung ist dort vom 23.-25. September sowie am 27. September gegeben.
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