Ab 1837 durften sich die Goldschmiede Roesner aus Dresden als Hofjuwliere bezeichnen, 1912 erfolgte die Ernennung Alfred Roesners zum königlichen Hoflieferanten und 1915 zum offiziellen Ordenslieferanten. Mit dem Hofleben in Sachsens Hauptstadt war es dann wenige Jahre später vorbei, doch die Roesners blieben ihrem Metier treu. 1949 bestand Alfred Roesners Sohn Hans Joachim die Meisterprüfung zum Goldschmied Dresden, musste seine Heimat jedoch bald darauf verlassen. 1957 gründete Hans-Joachim in Hamburg sein eigenes Juweliergeschäft, das er bis zur altersbedingten Geschäftsaufgabe leitete.
Hans-Joachim Roesner unternahm Einkaufsreisen in aller Welt, auf denen er Edelsteine erwarb, die in seinem Betrieb zu kostbaren Pretiosen verarbeitet wurden, aber auch viele besondere Stücke für seine außergewöhnliche Sammlung zusammentrug, die nun am 19. und 25. April bei Cortrie in Hamburg versteigert werden.

Eines der Highlights dieser Offerte ist ein geschnitzter Elefant aus Lapislazuli, der reich mit Gold und Edelsteinen (Diamanten, Rubine, Saphire, Smaragde, Turmaline) sowie Orientperlen und Koralle verziert ist. Hans-Joachim Roesner hatte das 24 x 21 cm große und fast 3 kg schwere Unikat in den 1960er Jahren auf einer seiner Reisen in Indien aus dem ehemaligen Besitz eines Maharadjas erworben.

So wie bei dem einzigartigen Elefanten sind auch in der Auktion die unterschiedlichsten Edelsteine vertreten. So ziert ein achteckig geschliffener Smaragd von 3,97 ct, vermutlich aus der kolumbianischen Mutze-Mine, einen Gelbgoldring, der 1977 anlässlich des 140. Firmenjubiläums angefertigt wurde. Ein Weißgoldring wird von einem hochfeinen Saphir von 5,68 ct dominiert, den 10 Navette-Diamanten wie Blütenblätter umgeben.

Auch bei einem durchbrochen gearbeiteten, tropfenförmigen Anhänger ist ein Saphir der Blickfang. Begleitet wird der mittelblaue Stein von ca. ,453 ct von qualitativ hochwertigen Brillanten von zusammen ca. 11,6 ct.

Wer Steine von blassblauer Farbe vorzieht, dem sei ein in Weiß- und Gelbgold gefasster Aquamarin im Kissenschliff von ca. 110 ct ans Herz gelegt. Je nach Lust und Laune kann das Stück mit einer Südsee-Zuchtperlenkette oder einem sandfarbenen Rochenlederband getragen werden.

So hochwertig wie alle Arbeiten aus dem Hause Roesner ist auch dieses Collier gearbeitet, das abwechselnd mit Rubinen von nahezu ideal roter Farbe und Brillanten besetzt ist.

Auf die Kombination von Rubinen und Diamanten wurde auch bei der Anfertigung dieser Ohrclips gesetzt. Die roten Edelsteine im Treppenschliff von je ca. 3,15 ct sind jeweils von 9 Diamanten im Marquise-Schliff halb umgeben.

Auch wer Diamanten pur möchte, kommt in dieser Auktion nicht zu kurz. Vermutlich aus der Zeit des Art déco stammt dieser wunderschöne Gelbgoldring, den mittig ein Altschliff-Diamant von ca. 2 ct ziert.

Mit dem luxuriösen Schmuckset Himalia ist auch Cartier unter den Highlights der Offerte vertreten. Das Set besteht aus einem Collier mit passendem Armband aus Gelbgold, die mit feinsten Brillanten von insgesamt ca. 14 ct besetzt sind.

Mit hochkarätigem Brillant Besatz von ca. 10,3 ct bzw. 13,15 ct können auch ein Armband mit feiner Millegriffes-Arbeit sowie ein Tennisarmband aus Weißgold aufwarten.

Wer Cortrie kennt, weiß, dass das Auktionshaus nicht nur ein Spezialist für hochwertigen Schmuck, sondern auch für hochwertige Uhren ist. Und so muss mann auch in dieser Offerte nicht auf letztere verzichten. Beispielsweise mit diesem vollgoldenen Rolex Yachtmaster Chronometer (Ref. 16628) mit blauem Zifferblatt für den Herrn.

Die Versteigerung von jeweils 150 Objekten findet am 19. und 25. April im Auktionshaus Cortrie statt. Auktionsbeginn ist an beiden Tagen um 16:30 Uhr.



